KI-Fake neu interpretiert: Viele europäische Startups widersprechen angeblich nicht, wenn sie fälschlicherweise als KI-Startup eingestuft werden. Ein möglicher Grund: KI steigert das Ansehen bei Investoren.

Laut der Londoner Investmentfirma MMC werden rund 40 Prozent der europäischen KI-Startups fälschlicherweise mit Künstlicher Intelligenz assoziiert. Das hat eine Untersuchung ergeben (S. 99), bei der das Angebot von 2.830 vermeintlichen KI-Startups genauer betrachtet wurde. Nur 1.580 dieser Startups setzen laut der Studienmacher tatsächlich KI-Technologie ein.

Eine absichtliche Irreführung vermuten die Autoren nicht unbedingt, eher handele es sich um Fehleinschätzungen diverser Drittanbieter, die digitale Nachschlagewerke erstellen, um Investoren zu orientieren. Die Startups widersprächen allerdings nicht, obwohl sie sich ihrer Einstufung “in den meisten Fällen” wahrscheinlich bewusst seien.

KI lockt Investoren

Investoren stecken derzeit besonders gerne Geld in Künstliche Intelligenz: KI-Startups, ob echt oder vermeintlich, sollen 15 bis 50 Prozent mehr Risikokapital erhalten. Das hebt nicht unbedingt den Anreiz, eine falsche Einschätzung von außen zu korrigieren. Laut MMC setzt mittlerweile jedes zwölfte Startup auf KI, vor sechs Jahren war es nur jede 50. Neugründung.

Weitere interessante Beobachtungen: Großbritannien soll europäischer KI-Startup-Vorreiter sein mit 479 Unternehmen. Mit deutlichem Abstand folgen Frankreich (217), Deutschland (196) und Spanien (166). Aufgrund des Brexits könnte der Einfluss von Deutschland und Spanien im europäischen KI-Markt wachsen, vermuten die Autoren.

Die Nachfrage nach KI-Fachkräften insgesamt sei ungebrochen. Hier profitiere Spanien womöglich von einer stärkeren Zuwanderungsrate.

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