2017 wollte Standford-Forscher Michael Kosinski nachgewiesen haben, dass Künstliche Intelligenz Homosexualität am Gesicht erkennen kann. Jetzt ist der umstrittene Wissenschaftler mit einer ähnlichen Forschungsarbeit zurück: KI soll anhand von Gesichtsaufnahmen die politische Gesinnung ermitteln.

2017 veröffentlichte Kosinski eine Forschungsarbeit, die nachweisen sollte, dass auf Bildanalyse trainierte KI homosexuelle Menschen anhand ihrer Gesichtszüge erkennen kann. Bei Kosinskis Untersuchungen gelang das bei Fotos mit einer Genauigkeit von bis zu 81 Prozent.

Die Arbeit löste einen Proteststurm aus unter Wissenschaftlern und in den Medien. Die Kritik galt meist Kosinskis grundlegender Hypothese und weniger seinem wissenschaftlichen Vorgehen: Wie konnte Kosinski eine solche Studie überhaupt durchführen?

Der häufigste Vorwurf lautete, dass Kosinskis Studie Ansichten der Pseudowissenschaft Physiognomik teile, die auf Aberglauben, rassistischen Theorien und anekdotischen Beweisen basiert.

Der Forscher verteidigte sich: Auch Menschen könnten in ihren Urteilen basierend auf Äußerlichkeiten den Zufall schlagen. Es sei möglich, dass ein sensibler Algorithmus feiner differenzieren könne als Menschen.

Ebenso wie viele andere sei er verstört ob der Ergebnisse seiner Untersuchung. Er veröffentliche sie dennoch, da die Welt solche Analysemöglichkeiten, die auf einfacher KI-Technik beruhen, kennen müsse, so Kosinski damals.

Kosinskis neue Studie: Ist uns die politische Haltung ins Gesicht geschrieben?

Jetzt meldet sich Kosinski mi…

MIXED.de Podcast: VR, AR und KI - jede Woche neu

Jetzt reinhören: Alle Folgen


Hinweis: Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.