Künstliche Intelligenz: Wie Solarenergie von KI profitiert

Künstliche Intelligenz: Wie Solarenergie von KI profitiert

Die Nonprofit-Organisation „Open Climate Fix“ soll die Stromversorgung durch Solarmodule mittels KI-gestützter Prognosen von Wolkenbewegungen verbessern. Das soll den Einsatz erneuerbarer Energien fördern.

Der britische Stromnetzbetreiber National Grid schließt einen Vertrag mit der gemeinnützigen Organisation Open Climate Fix für ein KI-gestütztes Trackingsystem, das Wolkenbewegungen mit den exakten Standorten von Solarmodulen abgleicht.

Prognosesysteme für Wolkenbewegungen existieren zwar bereits, die KI-Automatisierung soll die Vorhersage aber in Minuten und Stunden statt in Tagen ermöglichen. Die Genauigkeit der Prognosen soll zudem um bis zu 50 Prozent zulegen.

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Für die KI-Prognose trainierte Open Climate Fix laut eigenen Angaben neuronale Netze dahingehend, dass sie anhand aktueller Satellitenbilder Wolkenbewegungen prognostizieren können in Relation zu den installierten Solarmodulen.

Big Cloud trifft auf Big Data

National Grid ist dafür verantwortlich, dass die Balance zwischen Angebot und Nachfrage im Stromnetz erhalten bleibt, was bei erneuerbaren Energien wegen Wetterschwankungen besonders anspruchsvoll ist.

Die KI-Software von Open Climate Fix soll im Kontrollraum von National Grid zum Einsatz kommen und durch genauere Prognosen die Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energien begünstigen.

„Genaue Prognosen für die wetterabhängige Stromerzeugung wie Solar- und Windenergie sind für den Betrieb eines kohlenstoffarmen Stromsystems von entscheidender Bedeutung“, sagt Carolina Tortora, Leiterin der Abteilung für Innovationsstrategie und digitale Transformation bei National Grid. „Je mehr Vertrauen wir in unsere Prognosen haben, desto weniger müssen wir Unsicherheiten ausgleichen, indem wir traditionelle, besser steuerbare fossile Kraftwerke am Laufen halten.“

Open Climate Fix verdrängt Deepmind

Schon seit circa 2016 verfolgen britische Behörden die Idee, die landesweite Stromversorgung mit Künstlicher Intelligenz zu optimieren. Doch die Verhandlungen mit dem UK-Vorzeige-KI-Unternehmen Deepmind scheiterten im März 2019.

Laut CNBC konnten sich die Strom-Behörde und Deepmind nicht über die finanziellen Konditionen einigen. Googles KI-Schwesterunternehmen habe Preise deutlich über Marktniveau verlangt.

Mit Open Climate Fix hat National Grid jetzt einen neuen Partner gefunden. Pikanterie am Rande: Google ist über Umwege dennoch involviert, denn Open Climate Fix wurde 2018 von Jack Kelly gegründet, einem ehemaligen Deepmind-Angestellten. Im April 2021 erhielt Open Climate Fix eine halbe Million Pfund (rund 580.000 Euro) von Googles Spendenarm Google.org.

Quelle: CNBC

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