Damit das XR-Zeitalter so richtig durchstarten kann, muss zuerst jedermann möglichst einfach 3D-Modelle erstellen können. Das US-Unternehmen Fyusion wird auf der Computergrafikfachmesse Siggraph KI-gestütztes 3D-Scanning mittels Smartphone vorstellen.

Aktuelle Smartphones eignen sich nur bedingt, um Objekte in 3D einzuscannen. Dafür bräuchten sie schnell arbeitende Tiefensensoren. Die wiederum fehlen noch in den meisten Smartphones, mit wenigen und teuren Ausnahmen wie Samsungs Flaggschiff Galaxy S10 5G.

Dedizierte 3D-Scanner und Photogrammetrie-Apps eignen sich ebenfalls für das 3D-Scanning, sind aber (noch) nicht reif für den Massenmarkt.

Das 2013 gegründete Unternehmen Fyusion stellt auf der Siggraph-Konferenz 2019 eine neue Methode fürs 3D-Scannings mit dem Smartphone vor.

Die Technologie zerlegt das Motiv einzelner Fotografien eines Objekts in Tiefenebenen und nutzt anschließend ein vortrainiertes künstliches neuronales Netz, um die Lücken zwischen benachbarten Perspektiven synthetisch aufzufüllen. Dadurch soll die Anzahl benötigter Bilder für ein 3D-Modell um den Faktor 4.000 reduziert werden.

Auf Geschäftskunden aus

Smartphone-Nutzer könnten so mit ihrem Gerät ein Objekt von allen Seiten einfangen und als 3D-Modell speichern, ohne auf zusätzliche Tiefensensoren oder Photogrammetrie angewiesen zu sein.

Fyusion will die Technologie zunächst an Unternehmen und Vermarkter verkaufen, die damit auf einfache Art und Weise 3D-Produktansichten etwa für die Google Suche erstellen können.

Das Unternehmen hat bis dato 70 Millionen US-Dollar an Risikokapital erhalten. Zu den jüngsten Investoren gehört die japanische Handelsgesellschaft Itochu und das Automobilunternehmen Cox Automotive. Beide Unternehmen wollen die Technologie für Ecommerce-Zwecke nutzen.

Fyusion hat eine Vorschau auf die Technologie bei Github veröffentlicht. Der Trailer zeigt eine ältere Demo des Unternehmens.

Titelbild: Fyusion, Quelle: Venturebeat

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