Das Smartphone hat sich selbst überholt – was kommt danach? Samsung-Chef Dong Jin (DJ) Koh glaubt, dass Screens so allgegenwärtig werden, dass man keinen mehr in der Hosentasche trägt.

Bei einem Journalisten-Treffen (via Independent) spricht Samsung-Chef DJ Koh über die Zukunft der Computer nach dem Smartphone: Sobald 5G und das Internet der Dinge gleichzeitig verfügbar seien, würden smarte Geräte wichtiger werden als Smartphones.

“Es wird weniger Smartphones geben, aber dafür tauchen neue Geräte auf”, sagt Koh. Die neue Smartphone-Klasse “Foldables” – also Smartphones mit einem faltbaren Screen – könne “ein paar Jahre” am Markt bestehen.

“Die letzten zehn Jahre waren die Ära des Smartphones”, sagt Koh. “Ab diesem Jahr startet womöglich eine neue Ära, weil mit dem Internet der Dinge, 5G und KI neue Technologien miteinander verschmelzen. Eine neue Ära steht uns bevor.”

Körper-Screens statt Hosentaschen-Bildschirm

Als Beispieltechnologien nennt Samsungs Produktdesigner Kang Yun-Je smarte Kopfhörer und Uhren. “In ungefähr fünf Jahren merken die Menschen nicht mehr, dass sie Screens tragen. Alles wird nahtlos funktionieren”, sagt Kang Yun-Je.

Faltbare Screens wie der im Galaxy Fold sollen dafür die technische Grundlage bilden. Koh ist zuversichtlich, dass die von der Presse festgestellten Mängel beseitigt werden können. Samsung musste den fürs Frühjahr geplanten Marktstart des Falt-Smartphones aufgrund von Konstruktionsfehlern kurzfristig verschieben. Das überarbeitete Gerät erscheint voraussichtlich noch vor Weihnachten.

Derzeit sind laut Koh 2.000 faltbare Smartphones im Test. “Wir kennen jetzt alle Probleme”, sagt Koh. Für Zukunftstechnologien arbeite er derzeit an einer langfristigen Roadmap.

Dass VR in Kohs Plänen eine große Rolle spielt, scheint eher unwahrscheinlich: Die Smartphone-VR-Brille Gear VR hat Samsung weitgehend auf Eis gelegt. Laut Koh konnten Probleme mit der Hardware und eine zu geringe Nutzungszeit bislang nicht überwunden werden.

Immerhin: Kürzlich versprach Samsung-Manager Farshid Fallah “mehrere AR- und VR-Produkte”. Fallah regelt für Samsung unter anderem Beziehungen zu XR-Entwicklern.

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