Forscher bringen einem Roboterhund das Laufen und Aufstehen mit bestärkendem Lernen bei.

Humanoide Roboter, die Parkour laufen oder Robohunde, die durch Baustellen wandern: Boston Dynamics Kreationen sind eine Internetsensation. Doch bisher werden deren lebensechte Bewegungen aufwendig per Hand programmiert.

Eine Forschergruppe der ETH Zürich hat einem Robohund das Laufen nun erfolgreich mit der Maschinenlernmethode “Bestärkendes Lernen” beigebracht. Ähnlich der jonglierenden Roboterhand von OpenAI, lernte die KI zunächst, den Hund in einer Simulation zu steuern.

Simulation erlaubt schnelles und sicheres Training

In der computergenerierten Umgebung konnten die Forscher 2.000 Hunde gleichzeitig simulieren und die KI so um ein Vielfaches schneller trainieren im Vergleich zur Realität.

Das Simulationstraining hat noch einen weiteren Vorteil: Auf dem Weg zur perfekten Bewegung kann sich der Roboter unkontrolliert und unvorhersehbar verhalten. Eingesperrt in einen virtuellen Zwinger, ist er hingegen keine Gefahr für Hardware, Umgebung und beteiligte Menschen.

Nach dem Training steuerte die KI dann den echten “Anymal”-Roboterhund mit seinen zwölf Gelenken. Der konnte dank der KI-Steuerung rund 25 Prozent schneller laufen als in bisherigen Versuchen und selbst aus ungünstigsten Lagen wieder aufstehen.

Nach dem Training kommt der Anymal-Roboter aus jeder Position wieder auf die Beine. Bild: ETH Zürich

Solltet ihr euren eigenen Roboterhund zu Hause haben, gibt es noch mehr gute Nachrichten: Das KI-Training erfolgte in elf Stunden auf einem handelsüblichen PC.

Alternativ könnt ihr in diesem Browser-Spiel einen 2D-Hund bauen und ihn mit KI-Training das Laufen lehren.

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