Die Web-App Remove.bg kann mittels Künstlicher Intelligenz Personen auf Fotos erkennen und in Sekundenschnelle automatisch freistellen. Jetzt unterstützt sie hochauflösende Bilder.

Mitte Januar startete die Web-App remove.bg, die unter anderem mittels eines auf Porträtfotos trainierten neuronalen Netzes den Hintergrund in Porträtfotos ganz ordentlich entfernen kann.

In der Fachsprache der Grafiker nennt man diesen mitunter nervigen und zeitaufwendigen Bildbearbeitungsprozess “Freistellen”. Bei remove.bg funktioniert genau dieser mit nur einem Mausklick innerhalb weniger Sekunden:

Man lädt ein Bild hoch oder gibt eine URL an. Nach einer kurzen Ladezeit spuckt die KI dann das Personenbild ohne Hintergrund aus. Bislang funktionierte das nur mit einer niedrigen Auflösung von maximal 500 Pixeln für die längere Seite.

Jetzt gibt’s den Service mit höher aufgelösten Bildern: In der kostenlosen Version sind nun maximal 625 mal 400 Pixel erreichbar – immer noch nicht viel.

In der Bezahlversion hingegen werden freigestellte Fotos jetzt mit bis zu 2.500 mal 1.600 Pixeln ausgegeben. Das soll schon für Profis geeignet sein.

Die Entwickler trainierten die KI mit einem eigens zusammengestellten Datensatz. Details wollen sie nicht nennen – Betriebsgeheimnis.

Der HD-Modus benötigt deutlich mehr Rechenleistung auf den Servern und ist daher zahlenden Nutzern vorbehalten. Bild: Kaleido

Der HD-Modus benötigt deutlich mehr Rechenleistung auf den Servern und ist daher zahlenden Nutzern vorbehalten. Bild: Kaleido

Grafiker müssen ausprobieren, ob das KI-Freistellen präzise genug ist für eine signifikante Zeitersparnis und damit die monatlichen Kosten rechtfertigt. Ganz ohne Nacharbeiten wird es wohl nicht gehen.

Wer das HD-Feature testen will, kann sich einen Account anlegen und bekommt ein Testbild kostenlos. Der günstigste Plan für Privatnutzer startet bei neun Euro pro Monat für 25 HD-Bilder.

Für Premium-Nutzer bietet remove.bg eine HTTP-Programmierschnittstelle an, mit der das Werkzeug in die eigene Webseite, App oder eine andere Software integriert werden kann. In Zukunft wollen die Entwickler neben Personen weitere Motive unterstützen wie zum Beispiel Produkte.

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