OpenAI veröffentlicht die Vollversion der Text-KI “GPT-2”, die vor neun Monaten noch “zu gefährlich” für eine Veröffentlichung war. Wie kommt es dazu?

Als das KI-Unternehmen OpenAI im Februar die Text-KI GPT-2 veröffentlichte, tat es das mit einem öffentlichkeitswirksamen Begleittext: Die Text-KI sei “zu gefährlich”, um sie in der Vollversion zu veröffentlichen, da böse Geister das Internet mit glaubhaften Fake-Texten überfluten könnten. Stattdessen stellte OpenAI GPT-2 in einer abgespeckten Version zur Verfügung, die nur einen Bruchteil der maximal möglichen Leistung bot.

Wir spulen neun Monate vor: OpenAI veröffentlicht die Vollversion von GPT-2 mit 1.558 Millionen Parametern. Als Vergleichswert: Die erste Version bot 124 Millionen und die letzte aktuelle Version 774 Millionen Parameter. Umso mehr Parameter, desto glaubwürdiger werden die generierten Texte, wobei die Qualitätsunterschiede nach oben hin geringer ausfallen.

Weshalb jetzt der Kurswechsel bei OpenAIs Veröffentlichungsstrategie? Zum einen, schreibt OpenAI, habe es bislang keine Anzeichen für einen Missbrauch der schwächeren Vorgängerversion gegeben. Die Vollversion von GPT-2 erstellt laut einer Partnerstudie der Cornell Universität nur geringfügig glaubhaftere Fake-Texte mit einem “Glaubwürdigkeitswert” von 6,92 statt 6,72 von zehn Punkten.

Zum anderen wurde GPT-2 zwischenzeitlich von Studierenden nachgebaut und durch noch umfangreichere Modelle übertroffen. “Wir sind uns bewusst, dass wir nicht alle Bedrohungen kennen und dass motivierte Akteure Sprachmodelle ohne Modellfreigabe replizieren können”, schrei…

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