Nvidia kündigt DLSS-Unterstützung für Unity Engine an

Nvidia kündigt DLSS-Unterstützung für Unity Engine an

Kürzlich veröffentlichte Nvidia ein DLSS-Plugin für die Unreal Engine 4, jetzt kündigt das Unternehmen das KI-Upscaling für die Unity Engine an. Davon könnten auch VR-Spieler profitieren.

Nvidias DLSS ist seit Version 2.0 ein echtes Wundermittel gegen niedrige Bildwiederholraten und unterstützt seit Version 2.1 Virtual Reality. Im Februar erschien ein Plugin für Unreal Engine 4, das eine weitläufigere DLSS-Unterstützung in den nächsten Monaten und Jahren ermöglichen sollte.

DLSS nutzt trainierte neuronale Netze, um ein niedrig aufgelöstes Ausgangsbild in eine höhere Auflösung hochzurechnen. Das KI-Upscaling ist ein Nvidia-exklusives Feature, das eine RTX-Grafikkarte voraussetzt. AMD arbeitet an einer Alternative, scheint dabei jedoch auf KI verzichten zu wollen – der Ausgang ist offen.

In unserem DLSS-VR-Test deutete sich bereits das Potenzial des KI-Upscalings für VR-Anwendungen an. Das VR-Spiel „Into the Radius“ unterstützt neuerdings DLSS und zeigt ebenfalls, dass KI-Upscaling wie am Monitor auch in VR Grafikkarten deutlich entlastet.

Nvidia DLSS, Unity und der VR-Markt

Jetzt kündigen Nvidia und Unity native DLSS-Unterstützung für die Unity Engine an. Die Spiele-Engine ist eine der populärsten der Welt und unterstützt seit 2019 auch das rechenintensive Lichtrenderverfahren Raytracing.

Nvidias DLSS soll bis zum Ende dieses Jahres Teil der Unity „High Definition Render Pipeline“ mit dem geplanten Unity-Update 2021.2 werden. Entwickler, die auf die „Universal Render Pipeline“ setzen, müssen dagegen vorerst auf DLSS verzichten.

In der Ankündigung verspricht Unity-Product-Manager Mathieu Muller: „Entwickler werden mit wenigen Klicks DLSS aktivieren  und zwischen verschiedenen Qualitätsstufen wechseln können.“

DLSS soll mit allen Unity-Projekten laufen, auch mit VR-Titeln. Im Ankündigungsvideo ist eine Unity-Testszene mit 2.164 x 2.164 Pixeln pro Auge zu sehen, auf der DLSS Balanced die Bildqualität verbessert und die Bildwiederholrate von 54 auf 80 Bilder pro Sekunde verbessert.

Sollte die Implementierung von DLSS so reibungslos ablaufen, wie versprochen, könnte das eine gute Nachricht für VR-Gamer sein: Zahlreiche VR-Titel setzen auf Unity, darunter Beat Saber, Superhot, VRChat, Boneworks oder Onward.

Gerade in VR ist allerdings der Einsatz von Universal Render Pipeline (URP) aufgrund der deutlich besseren Leistung verbreitet. Die DLSS-Unterstützung könnte in Zukunft jedoch manche Entwickler dazu bewegen, mit HDRP zu experimentieren. Deutlich profitieren werden bis dahin vor allem B2B-Entwickler, die auf HDRP für grafisch aufwendige Visualisierungen setzen.

Titelbild: Nvidia

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