Die Stadt New York wollte in einem groß angelegten Test Autofahrer per Gesichtserkennung identifizieren. Das Ergebnis: Ein System von beeindruckender Ungenauigkeit.

Für das Pilotprogramm wurden Kameras auf der Robert F. Kennedy Brücke installiert. Die sollten Gesichter von Autofahrern durch ihre Windschutzscheibe erfassen und mit Datenbanken der Regierung abgleichen.

In einer internen E-Mail des staatlichen Verkehrsunternehmens „Metropolitan Transportation Authority“ (MTA) heißt es, die erste Testphase sei abgeschlossen – und gescheitert. Es seien „keine Gesichter (0 %) innerhalb akzeptabler Parameter“ erkannt worden.

Mit anderen Worten: Die Gesichtserkennung identifizierte kein einziges Gesicht so verlässlich, dass die Daten verwertet werden konnten.

Tests gehen weiter

Der Grund für das Versagen: Aktuelle Technologie sei noch nicht in der Lage, Gesichter bei hohen Geschwindigkeiten zuverlässig zu identifizieren. Die Hoffnung der Stadt ist offenbar, dass sich das bald ändert: New York will die Gesichtserkennung nicht aufgeben und weitere Kameras an öffentlichen Plätzen installieren.

Dahinter steht das Versprechen an die Bürger, die Sicherheit der Stadt zu erhöhen. Fast eine Million Fahrzeuge erfasst das Verkehrsunternehmen MTA täglich auf sieben Brücken und zwei Tunneln. Eine breit angelegte, funktionierende Überwachung könnte etwa Terroristen identifizieren, bevor sie in der Stadt verschwinden, so die Hoffnung.

KI-Überwachung: Ethische und technische Grenzen

Das Pilotprojekt in New York zeigt, wie weit der Weg noch ist zu Erkennungssystemen, die nachweislich und verlässlich das korrekte Erge…

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