Silizium-Chips bilden die Grundlage unserer digitalen Infrastruktur. Ein Start-up will das ändern.

Angetrieben vom KI-Boom ist der weltweite Bedarf nach Rechenleistung im letzten Jahrzehnt explodiert: Laut OpenAI ist die benötigte Leistung für KI-Fortschritte zwischen 2012 und 2018 um das 300.000-fache angestiegen. Hinzu kommt, dass nahezu jedes große Tech-Unternehmen mittlerweile gigantische KI-Modelle mit Milliarden oder sogar Billionen von Parametern trainiert und anschließend für eigene Produkte einsetzt.

Auf KI-Berechnungen spezialisierte Silizium-Chips helfen, diesen Leistungshunger zu stillen. Doch wenn sich die benötigte Leistung weiter alle drei bis vier Monate verdoppelt, könnte die klassische Chip-Architektur nicht mehr ausreichen, befürchten KI-Experten. Das Start-up Lightmatter arbeitet daher an einer völlig neuen Art Computer-Chip.

Hybrider Photonen-Chip

Traditionelle Computerchips aus Silizium verwenden Transistoren, die den Fluss von Elektronen kontrollieren. Lightmatters erster Chip setzt dagegen auf eine hybride Lösung von Elektronen und Photonen für die KI-Berechnungen: Der „Envise“ genannte Chip verbindet Siliziumtransistoren mit zwei Photon-Tensor-Prozessoren.

Ein fundamentaler Baustein der Photonen-Prozessoren ist das Mach-Zehnder-Interferometer, das 1891 das erste Mal auf einem Versuchstisch gebaut wurde. 130 Jahre später setzt Envise das Prinzip der Tei…

MIXED.de Podcast: VR, AR und KI - jede Woche neu

Jetzt reinhören: Alle Folgen


Hinweis: Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.