Neues KI-Tool lässt Verstorbene auf Fotos sprechen

Neues KI-Tool lässt Verstorbene auf Fotos sprechen

Kennt ihr noch MyHeritage? Genau, die Webseite, die Porträtbilder verstorbener Personen mit einem KI-Tool zwinkern oder lächeln lässt. Die Porträts können jetzt auch lippensynchron sprechen.

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Im Februar 2021 startete die Genealogie-Webseite MyHeritage das KI-Animationstool „Deep Nostalgia“, das in Sekundenschnelle Porträtbilder animieren kann. Die Idee dahinter ist, Ahnen aus dem eigenen Stammbaum wieder lebendig(er) wirken zu lassen – zumindest im sicheren Rahmen eines Fotos.

MyHeritage: KI-Porträts lernen sprechen

Die Webseite baute die Animationsfähigkeiten der KI-Software seit dem Marktstart kontinuierlich aus. Was mein Kollege Maximilian schon im Februar 2021 „als die nächste sinnvolle Ergänzung“ beschrieb, wird jetzt tatsächlich eine neue Funktion: Die KI-animierten Porträts lernen mit der neuen Software „LiveStory“ das Sprechen.

Allerdings setzt MyHeritage für LiveStory noch nicht auf Deepfake-Audio, also anhand von Originalaufnahmen geklonte KI-Stimmen, sondern auf herkömmliche KI-generierte Vertonung. Bei den maschinellen Stimmen bietet MyHeritage dafür eine breite Auswahl: Es gibt mehr als 140 Stimmen in 31 unterschiedlichen Sprachen, die eure Ahnen möglichst originalgetreu vertonen sollen.

Aktuell klingen die KI-Stimmen noch etwas hölzern und die Mundregion ist zwar recht lippensynchron animiert, kämpft dafür aber mit einer gewissen Unschärfe. Der Gesamteindruck ist dennoch erstaunlich realistisch, bedenkt man, dass als Eingabe lediglich ein altes Foto mit geschriebenem Text dient.

Deep Nostalgia und LiveStory funktionieren auch mit aktuellen Bildern lebender Personen. MyHeritage weist darauf hin, dass die Werkzeuge für historische Fotos gedacht sind und „nicht für Fotos mit lebenden Personen ohne deren Erlaubnis“.

Deep Nostalgia ist ein großer Erfolg

Die KI-animierten Porträts erzählen standardmäßig anhand der im Familienstammbaum hinterlegten Informationen über ihr Leben und ihre Verwandten. Die Texte können flexibel geändert werden. Die KI-Software passt dann die Lippenbewegungen automatisch den Wörtern an.

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Entwickelt wurde LiveStory von D-ID, dem gleichen KI-Unternehmen, das auch hinter Deep Nostalgia steckt. Seit der Einführung wurde Deep Nostalgia laut MyHeritage mehr als 100 Millionen Mal genutzt.

Wer Deep Nostalgia und LiveStory testen will, kann das auf der offiziellen Webseite mit einem MyHeritage-Konto kostenlos tun. Nutzer:innen mit Komplett-Abo können eine unbegrenzte Anzahl an Stories erstellen. Nutzer:innen ohne Abo haben ein beschränktes Kontingent und ein Wasserzeichen im Bild.

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