Memristoren gelten als Grundlage für künstliche Neuronen im neuromorphen Computing. Jetzt ist Wissenschaftlern mit dem komplexen Bauteil ein Durchbruch gelungen.

Neuromorphe Computer sollen die Energieeffizienz und Leistungsfähigkeit biologischer Gehirne in menschengemachter Hardware realisieren. Doch bisher gibt es kein Bauteil, das allein das Verhalten eines biologischen Neurons nachbilden kann.

Als elementarer Baustein eines möglichen Hardware-Neurons gelten schon lange sogenannte Memristoren. Der Memristor wurde 1971 vom amerikanischen Mathematiker und Computerwissenschaftler Leon Chua theoretisch beschrieben. Der Name setzt sich aus dem englischen memory (Speicher) und resistor (elektrischer Widerstand) zusammen.

Ein Memristor ähnelt in seiner Funktionsweise einer biologischen Synapse. In einem Computerchip kann er Signale von anderen Memristoren in Form von Ionen empfangen und diese weiter an den nächsten Memristor senden.

Das erzeugte Signal variiert dabei je nach Stärke des ursprünglich empfangenen Signals. Damit kann ein einzelner Memristor verschiedene Zustände oder Werte annehmen und speichern. Memristor-Chips können den schnellen Informationsaustausch des Gehirns durch kurzfristige Spannungspulse (Spikes) nachbilden.

Erste Memristor-Varianten gibt es seit 2007, gebaut wurden sie vom Mott-Memristor: Durchbruch für neuromorphe Computer was last modified: November 21st, 2020 by Maximilian Schreiner


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