Auf dem Weg zu besserer KI setzen OpenAI und Microsoft auf Rechenleistung in der Azure-Cloud.

Vor rund einem Jahr stieg Microsoft im großen Stil bei der bis dato Non-Profit-KI-Organisation OpenAI ein: Bis zu eine Milliarde US-Dollar will Microsoft in den nächsten Jahren in gemeinsame KI-Projekte auf Basis der Microsoft Azure-Plattform investieren.

Schon damals kündigte Microsoft “neue Azure-KI-Supercomputertechnologie” für das KI-Training an, deren Entwicklung von OpenAI gesteuert werden soll. “Wir werden in den kommenden Jahren Milliarden US-Dollar in groß angelegte Cloud-Computing-Projekte investieren müssen, um talentierte Mitarbeiter anzuziehen und zu halten und KI-Supercomputer aufzubauen”, hieß es damals seitens OpenAI.

Ein neuer Top-5-Supercomputer für KI-Training in der Cloud

Im Rahmen von Microsofts Entwicklerkonferenz Build, die derzeit virtuell stattfindet, konkretisieren OpenAI und Microsoft das Supercomputer-Projekt: Die Azure-basierte Rechenmaschine soll mit 285.000 Kernen, 10.000 GPUs und 400 Gigabit Netzwerk-Kapazität pro Server in den Top 5 der 500 schnellsten Supercomputer landen.

Microsoft gibt zwar die zuvor genannten Hardware-Spezifikationen an, nennt aber keine genauen Daten zur Leistung. Die Top 5 der öffentlich bekannten Supercomputer starten bei 23.000 Teraflops pro Sekunde, die Nummer 1 Maschine von IBM schafft fast 150.000 Teraflops.

Der Supercomputer sei ein erster Schritt hin zu “sehr großen KI-Modellen und der Infrastruktur, die für ihr Training benötigt werden”, heißt es bei Microsoft. Ziel seien “sehr fortschrittliche KI-Technologien”, die Menschen bei ihrer Arbeit und im Alltag unterstützen. Große KI-Modelle seien dabei ein “enormer Beschleuniger”.

Die Kombination maschineller Wahrnehmungen

Microsofts Technikchef Kevin Scott verspricht neue KI-Anwendungen, die derzeit noch “kaum vorstellbar” wären. Sie entstehen laut Scott, wenn hunderte “spannende Dinge” bei der natürlichen Sprachverarbeitung und beim maschinellen Sehen miteinander kombiniert werden.

Microsoft kündigt außerdem an, dass das mächtige KI-Sprachmodell Turing zusammen mit Anleitungen für das KI-Training in der Azure Cloud zeitnah als Open Source zur Verfügung gestellt werden soll. Microsoft benutzt Turing laut eigenen Angaben bei den eigenen Produkten, um deren Sprachverständnis zu verbessern.

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