Kinder können sich ab circa vier Jahren in andere Menschen hineinfühlen und so Handlung vorhersehen. Künstliche Intelligenz muss diese Fähigkeit erst lernen. Deepmind-Forscher zeigen, dass sie das bei anderen Computern im Ansatz schon beherrscht.

Wann immer ein digitaler Assistent heute mit einem Menschen schäkert und anbandelt, kann man sich sicher sein: Es steckt ein Mensch dahinter, der die Fragen seiner Spezies vorhergesehen und der KI die passenden Antworten mit auf den Weg gegeben hat.

Denn Künstlicher Intelligenz fehlt ein grundlegendes Verständnis für die Menschheit und ihre Umwelt. Sie kann zwar beispielsweise einen Gesichtsausdruck als fröhlich oder traurig identifizieren. Sie hat aber keine Vorstellung davon, was diese Gefühle bedeuten, wie sie entstehen und wie sie Handlung beeinflussen.

KI versetzt sich in andere Computer hinein

Auf einer Fachkonferenz für maschinelles Lernen in Stockholm stellten Deepmind-Forscher ihr Experiment “Machine Theory of Mind” (Native Theorie) vor. Der Begriff steht für das eingangs erwähnte Phänomen, dass Menschen Annahmen über Bewusstseinsvorgänge anderer Menschen vornehmen und mit den eigenen abgleichen können. Die Deepmind-Forscher wollten diese Fähigkeit für Maschinen nachbauen.

Dafür entwickelten sie das dreiteilige, miteinander verschränkte neuronale Netz “ToMnet”. Sie erprobten ToMnet bei einem Experiment, bei dem drei KI-Agenten in einem virtuellen Raum farbige Boxen einsammeln sollten, um Punkte zu generieren.

Jeder der Agenten startete die Punktejagd mit anderen Voraussetzungen: Ein Agent konnte die Umgebung nicht sehen, ein weiterer sich nicht an seine vorherigen Schritte erinnern. Der dritte Agent …

MIXED.de XR-Podcast - jetzt reinhören

Aktuell: Exit VR | Alle Folgen



Hinweis: Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.