Ein japanisches Unternehmen hat mit Künstlicher Intelligenz eine unerschöpfliche Quelle für Modeaufnahmen geschaffen.

Das KI-Unternehmen Datagrid entwickelte im letzten Jahr eine KI, die Gesichter japanischer Fake-Promis erstellt (siehe Video). Jetzt folgt der nächste Schritt: Die KI generiert die Gesichter samt dazugehöriger Körper.

Video: Letztes Jahr zeigte Datagrid, wie eine KI Gesichter von Fake-Promis generieren kann. Jetzt folgt der restliche Körper.

Datagrid verwendet für den Menschen-Bild-Generator die bekannten GAN-Netzwerke. Die 2014 entwickelte KI-Architektur setzt auf zwei konkurrierende KI-Agenten: Eine KI generiert den Inhalt, die andere bewertet ihn. So verbessert sich das System eigenständig und kontinuierlich.

Dieses Verfahren ist die Grundlage aller großen Fortschritte bei der KI-gestützten Bildgenerierung in den letzten Jahre: Deepfakes, Gesichter, Essen, Straßenzüge oder Spieledemos.

Ein Körper zum Gesicht

Datagrid trainierte das neue GAN-Netzwerk mit typischen Modeaufnahmen. Deren Stil ist in den Ergebnissen klar erkennbar: weißer Hintergrund, lässige Körperhaltung, modische Kleidung.

Es ist das erste Mal, dass eine KI Ganzkörperaufnahmen in dieser Qualität produziert: Die Aufnahmen sind komplett künstlich erzeugt, wirken täuschend echt und haben eine Auflösung von 1.024 mal 1.024 Bildpunkten. Das ist für aktuelle KI-Verhältnisse hochauflösend.

Künstliche Menschen in der Werbung?

Die KI könnte bald in der Werbung eingesetzt werden. Aufwendige Fotoshootings könnten dann der Vergangenheit angehören – so lautet die Vision.

Es gebe bereits erste Demonstrationen in der Werbe- und Bekleidungsindustrie, schreibt Datagrid. Ziel sei es, die KI den Bedürfnissen der Kunden anzupassen.

Danach will Datagrid noch einen Schritt weitergehen: Die Ganzkörperdarstellung soll mit KI-berechneten Animationen verknüpft werden. Dass das technisch möglich sein sollte, zeigten unter anderem KI-Forscher der Universität Berkeley.

In Zukunft könnten uns also Laufstegvideos künstlich generierter Models erwarten. Wer hätte gedacht, dass sogar dem Modelgeschäft die Automatisierung droht?

Quelle: Datagrid

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