Nach wochenlangen internen Protesten von über 4.000 Mitarbeitern bewegt sich Google nun in Sachen Künstliche Intelligenz für das Militär: Das Unternehmen möchte laut Berichten von Mitarbeitern keine KI-Waffen entwickeln und entsprechende Richtlinien aufstellen. Was das genau bedeutet, bleibt abzuwarten.

Im “Project Maven” unterstützt Google das US-Militär bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz für die Bildanalyse. Die KI-Software soll Drohnenaufnahmen blitzschnell in rauen Mengen analysieren und Objekte darin identifizieren können. Angeblich wird sie schon seit Ende letzten Jahres in militärischen Konflikten mit der Terrororganisation “Islamischer Staat” eingesetzt.

Dafür bekommt Google reichlich Gegenwind aus dem eigenen Unternehmen: Über 4.000 Mitarbeiter unterzeichneten seit Anfang April eine Petition an Google-Chef Sundar Pichai. Ihre Forderung: Project Maven soll eingestellt und keine weitere Militärtechnologie mehr entwickelt werden.

Rund ein Dutzend Mitarbeiter sollen das Unternehmen verlassen haben, da die Konzernspitze nicht unmittelbar auf die Proteste reagierte.

KI-Entscheider sahen die Project-Maven-Debatte vorher

Die New York Times deckt jetzt weitere Details der internen Proteste und die Reaktion der Konzernspitze auf. Die Zeitung beruft sich auf Aussagen und Informationen von Google-Mitarbeitern.

So soll Googles führende KI-Forscherin Li Fei-Fei im vergangenen September explizit davor gewarnt haben, die KI-Kooperation mit dem Militär als solche öffentlich zu machen. Das Thema sei “eine fette Beute” für die Medien und diese würden “viele Wege finden, um Google zu schaden.”

Fei-Fei sprach in den vergangenen Monaten wiederholt über eine zwe…

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