Künstliche Intelligenz kommt häufig in der Industrie und Verwaltung zum Einsatz. Ein neuer Bericht zeigt fünf problematische Trends, die diese Entwicklung begleiten.

Der Bericht wurde vom AI Now Institut an der New York University veröffentlicht, das mit KI-Experten vor Ort und aus der Industrie zusammenarbeitet. Das Institut soll soziale und gesellschaftliche Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz untersuchen.

Trend 1: Es gibt eine wachsende Rechenschaftslücke in der KI-Branche

Datensammeln ist ein Riesengeschäft: Amazon, Google und Facebook profitieren entweder direkt oder verkaufen die Daten als Werbezielgruppen an ihre Kunden. Mit Künstlicher Intelligenz könnten diese Daten zukünftig noch goldiger, da besser interpretierbar werden. KI erkennt wertvolle Zusammenhänge, die zu besser personalisierter Werbung oder präziseren Verhaltensvorhersagen führen.

Die Kunden selbst haben laut des AI Now Instituts kaum noch Kontrolle über ihre Daten. Der Mangel an gesetzlichen Schranken und Selbstregulierung führe zu einem Machtgefälle zwischen Konzernen und Privatpersonen, so die Autoren.

Der Facebook-Datenskandal Anfang des Jahres zeigt, was möglich ist: Die politische Beratungsfirma Cambridge Analytica sammelte die Daten von 87 Millionen Facebook-Profilen – Zustimmung der Betroffenen: Fehlanzeige. Mit aus diesen Daten erstellten Persönlichkeitsprofilen und -analysen versuchte Cambridge Analytica, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Prominentester Kunde: US-Präsident Donald Trump.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg musste sich nach dem Datenskandal in einer Anhörung dem US-Kongress stellen. Dort entschuldigte er sich mit den Worten: „Es war mein Fehler und es tut mir leid. Ich habe Facebook gestartet, leite es und ich bin dafür verantwortlich, was hier passiert.“ Letztliche Konsequenz für Facebook und Zuckerberg: keine.

Cambridge Analy…

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