KI-Forscher und Nuklearsicherheitsexperten befürchten, dass fortschrittliche Künstliche Intelligenz das Gleichgewicht des Schreckens stören könnte. Aber es gibt auch positive Ausblicke.

Einem Bericht der Rand Corporation zufolge könnte Künstliche Intelligenz in den nächsten Jahrzehnten das militärische Gleichgewicht so stark aus der Balance bringen, dass ein Land den atomaren Erstschlag wagt. Alternativ könnte KI aber auch für mehr Stabilität sorgen, insbesondere durch eine höhere Transparenz.

Die Rand Corporation wurde nach dem zweiten Weltkrieg gegründet und berät das US-Militär. Der Bericht fasst die Arbeitsergebnisse dreier Rand-Workshops zusammen, die im Mai und Juni 2017 KI-Forscher und Experten für Nuklearsicherheit zusammenbrachten.

Die Teilnehmer der Workshops waren sich einig, dass fortschrittliche KI bestehende Nuklearstrategien beeinflussen wird und dadurch das Risiko eines Nuklearkriegs erhöhen könnte, heißt es im Bericht. Die Experten stimmten aber nicht überein, wann genau und auf welche Art das passiert.

Laut des Berichts waren viele der Workshop-Teilnehmer nicht davon überzeugt, dass KI bis 2040 fortschrittlich genug ist, um eine signifikante Rolle bei Nuklearfragen einzunehmen. Zuvor müsse sie robust werden gegen Hacks, zum Beispiel durch gefälschte Trainingsdaten.

Risiko-Szenario: Kein Rückschlag nach dem Erstschlag

Während des Kalten Kriegs bestand für die Atommächte das Risiko, dass der Gegner nach einem atomaren Erstschlag mit gleicher Kraft zurückschlägt. Das führte zwar zu einem permanenten Wettrüsten. Gleichzeitig hielt es Nuklearmächte aber auch davon ab, den Erstschlag zu wagen – das sogenannte Gleichgewicht des Schreckens.

Künstlich…

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