Eine neue Studie zeigt, dass KI-gestützte Emotionserkennung nicht funktioniert. Sie stützt sich auf überholte wissenschaftliche Theorien.

Der Einsatz automatisierter Emotionserkennung auf Fotos und Videos verspricht Unternehmen oder Staaten viele Vorteile. Sie könnten zum Beispiel die Präferenzen ihrer Kunden besser auslesen, die Stärken und Schwächen von Bewerbern genauer einschätzen oder Bürger umfassend überwachen.

Solche Informationen zum Empfinden können für wirkungsvolleres Marketing genutzt werden. Der gläserne Kunde rückt ein Stück näher. Firmen wie HireVue bieten spezialisierte Recruitment-Apps an, die die Gesichtsausdrücke von Bewerbern analysieren und so angeblich vorhersagen können, wie erfolgreich ein Bewerber im angebotenen Job sein könnte.

Der Markt für diese Technologie wird auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt: Konzerne wie Microsoft oder Amazon investieren und kooperieren mit Spezialisten wie Kairos oder Affectiva.

Prototyp oder Stereotyp?

Der Emotionserkennung liegt die Theorie prototypischer Gesichtsausdrücke zu Grunde. Sie sollen kulturübergreifend gültig sein und immer für dieselbe Emotion stehen.

Gehobene Augenbrauen und ein leichtes Lächeln: Interesse. Gehobene Augenbrauen, obere Augenlider gehoben, offener Mund, hängender Kiefer: Überraschung. Zusammenlaufende Augenbrauen, aufgerissene Augen, zusammengepresste Lippen: Wut.

Solche Standard-Mimiken können von Künstlicher Intelligenz g…

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