Forscher des MIT-Instituts stellen ein neues Sprach-Interface vor, das für die alltägliche Kommunikation mit Computern und Künstlicher Intelligenz einen Durchbruch bedeuten könnte.

Es ist nicht ganz die Gedankensteuerung, aber fast: MITs neues Sprach-Interface “Alter Ego” erkennt lautlos ausgesprochene Wörter. So könnte man beispielsweise einen persönlichen KI-Assistenten im Alltag anweisen, ohne dass Menschen in der Umgebung zuhören.

Alter Ego wird entlang des Kieferknochens getragen. Die integrierten Elektroden registrieren feine elektrische Impulse in der Gesichtsmuskulatur, wenn der Träger Worte lautlos ausspricht. Die Forscher nennen das “Worte im Kopf formulieren”. So kann der Nutzer einen Computer vollständig in Stille anweisen.

Das Rückgrat des Systems ist ein maschinelles Lernverfahren, das die empfangenen elektrischen Impulse mit einer Wortdatenbank abgleicht. Die Antwort des Computers hört der Träger über Knochenschall-Kopfhörer, die am oberen Ende des Geräts angebracht sind. Sie sitzen am Ohr, anstatt den Gehörkanal zu verstopfen. So stören sie nicht das normale Hören.

Der erste Schritt zum Cyborg?

Die Forscher zeigen interessante Anwendungsszenarien: Bei einer Partie Go könnte sich der Alter-Ego-Träger Spielzüge vom Computer vorsagen lassen, ohne dass der Gegner davon etwas mitbekommt. Beim Wocheneinkauf rechnet eine Software im Hintergrund den Zahlbetrag mit.

Fürs Militär und die Industrie soll die Technologie besonders nützlich sein, weil sie Kommunikation in allen Situationen ermöglicht – sowohl in sehr lauten Umgebungen, in denen man sein eigenes Wort nicht versteht, als auch in sehr leisen Umgebungen, in denen man nicht gehört werden möchte.<…

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