1997 musste sich der damalige Schachweltmeister Garri Kasparov dem IBM-Computer Deep Blue geschlagen geben – und war wenig erfreut über seine Niederlage. Mehr als zwei Jahrzehnte später schlägt Kasparov versöhnliche Töne an und warnt gleichzeitig vor den kommenden KI-Umwälzungen.

Die Niederlage sei unangenehm, letzten Endes jedoch ein Segen und kein Fluch gewesen, sagt Kasparov in einem Interview mit Wired. Das Ereignis habe ihm geholfen, die Zukunft der Mensch-Maschinen-Kooperation zu erkennen.

“Wir dachten, wir seien unschlagbar, im Schach, im Go, im Shogi. Alle diese Spiele wurden nach und nach von Künstlicher Intelligenz beiseite geschoben. Aber das heißt nicht, dass das Leben vorbei ist. Wir müssen herausfinden, wie wir dies zu unserem Vorteil nutzen”, meint Kasparov.

Von Künstlicher Intelligenz lernen

Inwiefern könnten Menschen von Künstlicher Intelligenz lernen? Zum Beispiel von der Deepmind-KI AlphaZero, die sich anders als Deep Blue das Schachspielen selbst beigebracht hat. “Ich kann mir AlphaZeros Spiele ansehen und die potenziellen Schwächen erkennen”, meint Kasparov. Die Millionen Übungsspiele der Künstlichen Intelligenz könnten “bestimmtes Wissen” generieren, das “nützlich” sei.

Der Ex-Schachweltmeister lobt die KI, KI-Verlierer Kasparov: “Ethische KI ist Nonsens” was last modified: Februar 21st, 2020 by Tomislav Bezmalinovic


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