Es soll der erste bekannte Fall sein, bei dem Künstliche Intelligenz gezielt für ethnisches Profiling eingesetzt wird.

Innerhalb eines Monats soll die chinesische Regierung eine halbe Million Chinesen mittels KI-Gesichtsscan auf ihre ethnische Herkunft überprüft haben – in nur einer Stadt. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf Einsicht in Datenbanken sowie Gespräche mit fünf Personen, die aus Angst vor Strafen anonym über den Einsatz der KI-Überwachung erzählten. Die fünf Personen sollen das System aus erster Hand kennen. Überwacht wurde die meist muslimische Minderheit der Uigurinnen und Uiguren.

Es soll der erste Fall sein, bei dem eine Regierung Künstliche Intelligenz (KI) für die polizeiliche Überwachung von Menschen anhand ihrer Haut- und Haarfarbe sowie ihrer Gesichtszüge einsetzt – sogenanntes Racial Profiling. Laut der Zeitung wurde eine fortschrittliche KI-Software eingesetzt, die zuvor mit Aufnahmen tausender Uiguren und Nicht-Uiguren trainiert wurde für eine bessere Unterscheidung der Bevölkerungsgruppen.

Mit entsprechender KI-Software ausgerüstete Kameras sollen Uiguren erkennen sowie ihr Kommen und Gehen protokollieren. Im Februar soll es allein in der Stadt Sanmenxia zu den eingangs erwähnten 500.000 Überprüfungen gekommen sein.

Fast zwei Dutzend Polizeidienststellen in 16 verschiedenen Provinzen und Regionen Chinas sollen die Technologie seit 2018 angefordert haben. Rund elf Millionen Uiguren sollen auf diese Weise auch außerhalb ihrer autonomen Heimatprovinz Xinjiang in ganz China überwacht werden, vornehmlich in den wohlhabenden Städten des Ostens und im Zentru…

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