Vielleicht wird das “KI-Make” ein eigenes Genre.

Mit Künstlicher Intelligenz rendert der Star-Trek-Fan und KI-Blogger “CaptRobau” die Klassiker-Serie “Deep Space Nine” schön. Zugrundeliegend ist das neuronale Netz “AI Gigapixel” von Topaz Labs, das laut der Entwickler Fotos ohne Qualitätsverlust um 600 Prozent vergrößern kann. Wie so ziemlich jede aktuelle Bild-KI am Markt setzt Topaz Labs auf ein sogenanntes “Generative Adversarial Network” (GAN).

Die Besonderheit beim KI-Upscaling ist, dass nicht wie beim klassischen Upscaling Umgebungspixel vervielfacht, sondern neue, passende Bildinformationen hinzugefügt werden, also Pixel, die ursprünglich gar nicht von der Kamera aufgezeichnet wurden. Die KI ergänzt passende Pixel auf Basis ihres Vorabtrainings mit unzähligen Fotos. Im Optimalfall wirkt das so, als sei ein Foto oder Video tatsächlich in hoher Auflösung angefertigt worden.

Für das Star Trek KI-Make wendete CaptRobau die eigentlich für Fotos vorgesehene Gigapixel-KI erstmals auf Video an. An den ersten fünf Minuten der Star-Trek-Episode arbeitete der Blogger rund zwei Tage mit einem Mittelklasse-PC und Standard-Software.

Das folgende Beispiel wurde auf 1080p hochgerechnet, das darunter auf 4K.

Der Blogger geht davon aus, dass ein spezialisiertes Team mit Zugriff auf die originalen Filmdaten und besserer Hardware ein noch höherwertiges Ergebnis erzielen könnte.

Ein Highlight für Gaming-Fans: Robau arbeitet auch an einem KI-Make des Rollenspielklassikers Final Fantasy VII. Eine erste KI-Modifikation für hochauflösende Hintergründe hat er bereits veröffentlicht.

Erst kürzlich zeigten Spielefans, wie sie mit KI-Upscaling Klassiker der Gaming-Geschichte wie “Morrowind” oder “Resident Evil 2” fit machen für hochauflösende Displays.

In China veröffentlichte Nvidia ein KI-Make von Nintendos Spieleklassiker “Zelda: Twilight Princess”, das besser aussieht als Nintendos eigenes HD-Remake – und wahrscheinlich deutlich weniger Arbeitsaufwand verursachte.

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