Passt auf, dass ihr das Wochenende nicht auf F5 hängenbleibt.

Manchmal muss man das Internet einfach liebhaben: Vor genau einer Woche veröffentlichte Philip Wang, Software-Entwickler im Dienste von Uber, die Webseite “Diese Person existiert nicht”.

Nach jedem Ladevorgang zeigt die Seite ein täuschend echtes Porträtfoto einer Person, das in Wirklichkeit von einer Künstlichen Intelligenz generiert wurde.

Wang stellte die Seite ins Netz, um Menschen auf das Fake-Potenzial Künstlicher Intelligenz hinzuweisen. Er vermutet ein Informationsdefizit in der breiten Bevölkerung. Sogar der Erfinder des Fake-Algorithmus Ian Goodfellow (Google AI) verbreitete Wangs Webseite bei Twitter.

Katzen muss KI noch üben

Jetzt wendet erneut Wang dasselbe Fake-Verfahren auf Katzenfotos an. Die Ergebnisse sind jedoch … nicht ganz so überzeugend wie bei der Mensch-Version.

Dafür umso unterhaltsamer. Also zumindest für all die Leute, die Charme und Liebe in Freddy Kruger oder Michael Myers entdecken können. Alle anderen empfinden wahrscheinlich einfach nur Furcht. Denn die katzenähnlichen Kreaturen, die die KI erzeugt, sind fast durch die Bank grotesk. Ab und an taucht eine glaubhafte Mieze auf.

Wahrscheinlich macht sich Wang mit seiner neuen Seite hauptsächlich einen Spaß. Denn dass die KI-Fakes bei Tieren und anderen Motiven ebenso gut funktionieren wie bei Menschen, das zeigte Deepmind schon im letzten Herbst. Oder könntet ihr die folgenden Aufnahmen auf Anhieb als Fälschung entlarven?

Nein, das sind keine Fotos. Stattdessen hat eine KI die Pixel in die richtige Position geschubst und passend eingefärbt. Bild: Deepmind

Nein, das sind keine Fotos. Stattdessen hat eine KI die Pixel in die richtige Position geschubst und passend eingefärbt. Bild: Deepmind

Für die Relation, was mittlerweile erreicht wurde: Vor ein paar Jahren sahen solche KI-Fakes noch aus wie auf den beiden folgenden Bildern. Wer lieber selbst künstlerisch tätig wird, kann sich seine Katzenzeichnung von einer KI in ein Foto umwandeln lassen.

Die Ameise wirkt fast fotorealistisch. Bilder: Google / Geometric Intelligence

Die Ameise wirkt fast fotorealistisch. Bilder: Google / Geometric Intelligence

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