KI für das Militär: Apple macht’s wie Google

KI für das Militär: Apple macht’s wie Google

Apple kauft das KI-Startup Xnor.ai und beendet sofort dessen Beteiligung am Militärprojekt „Maven“, das Google nur zu gut kennt.

Mitte Januar bestätigte Apple die Übernahme des KI-Startups Xnor.ai aus Seattle. Das Startup entwickelt KI-Technologie, die lokal auf dem Gerät statt in der Cloud ausgeführt wird. Xnor.ais solargetriebener Spezialchip soll leistungsfähige KI-Apps auf Mobilgeräten ermöglichen, ohne Kompromisse beim Datenschutz einzugehen.

KI auf dem Gerät – das würde gut in Apples Datenschutzstrategie passen, die unter anderem im Marketing eine wichtige Rolle einnimmt. Rund 200 Millionen US-Dollar soll Apple für die Übernahme von Xnor.ai gezahlt haben.

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Apple stoppt Militärkooperation zu KI-Technologie

Schwerpunkt der Xnor-Technologie ist die blitzschnelle Objekterkennung, die Apple gut für Augmented Reality einsetzen könnte. Da diese noch dazu lokal ausgeführt wird, also nicht auf eine stabile Internetverbindung angewiesen ist, wäre sie wie gemacht für den militärischen Einsatz – und war dafür offenbar auch vorgesehen.

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Die auf Tech-Enthüllungen spezialisierte Webseite The Information berichtet, dass Xnor.ai am Militärprojekt „Maven“ gemeinsam mit dem KI-Startup „Clarifai“ gearbeitet haben soll. Auch Clarifai ist auf KI für Computer Vision spezialisiert.

Bei Project Maven nutzt das US-Militär autonome Drohnen in Kombination mit Objekterkennung, um Lagebilder einer Umgebung zu erstellen und mögliche Ziele durch maschinelles Sehen zu identifizieren. Laut des Berichts gehörte es offenbar zu Apples ersten Anliegen, diese Militärkooperation zu stoppen – noch bevor Informationen dazu an die Öffentlichkeit geraten.

Ursprünglich wollte das Militär KI-Technologie von Google für die Objekterkennung einsetzen. Doch Google-Mitarbeiter protestierten gegen die militärische Verwendung ihrer Arbeit. Google hörte auf die Proteste, zog sich aus sämtlichen KI-Militärprojekten zurück und legte in neuen Richtlinien fest, dass die eigene KI-Technologie nicht als Waffe missbraucht werden darf.

Microsoft und Oculus-Gründer Palmer Luckey sprangen in die Bresche.

Titelbild: Xnor.ai / Apple (Screenshot)

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