Kognitionsforscher Steven Pinker hält nichts von der vermeintlichen Killer-KI, die – gewollt oder ungewollt – das Ende der Menschheit herbeiführt. Sein Beitrag zeigt, dass die KI-Sicherheitsdebatte besser nicht von Optimisten geführt werden sollte.

Steven Pinker ist Kognitionsforscher, Psychologe und erfolgreicher Autor. Eine seiner Thesen ist, dass es den Menschen immer besser geht. Mit Statistiken bekämpft er Pessimismus gegenüber unserer Gesellschaft und Technologie.

In einem Aufsatz aus dem Sammelband “Possible Minds – 25 Ways of Looking at AI” bezieht er Position zu den gängigen KI-Weltuntergangsszenarien. Die Süddeutsche Zeitung hat den Aufsatz vor kurzem als Gastbeitrag veröffentlicht.

Pinkers Behauptung: Dystopische Zukunftsszenarien zu KI gehen völlig an der Realität vorbei. Er unterscheidet zwei Tech-Prophezeiungen:

  1. Amok laufende Computer, die mit unaufhaltbarem Welteroberungsdrang die Menschheit versklaven oder auslöschen.
  2. Computer, die ihren Auftrag ausführen und uns dabei aus Versehen versklaven oder auslöschen.

Beide Prophezeiungen hält er für Hirngespinste, da sie von einer sogenannten generellen Künstlichen Intelligenz (GKI) ausgehen: Sie versteht abstrakte Konzepte und kann Schlussfolgerungen ziehen, besitzt also die Fähigkeit, neue, unbekannte Aufgaben eigenständig zu lösen. Damit gleicht sie in puncto Intelligenz und Handlungsvermögen dem Menschen.

So eine generelle KI könnte sich jedoch womöglich schneller verbessern als der Mensch: Evolution in Petaflop-Geschwindigkeit. So würde sie zur Superintelligenz, die dem Menschen weit überlegen und eine potenzielle Bedrohung wäre.

Das …

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