Justin Bieber fällt auf Tom Cruise Deepfake rein

Justin Bieber fällt auf Tom Cruise Deepfake rein

Deepfake-Tom Cruise überzeugt Justin Bieber von seinen Gitarrenkünsten. Der Musikstar merkt nicht, dass er es mit einer KI-Fälschung zu tun hat.

Seit Februar 2021 gehen bei TikTok die Deepfake-Videos von „Deeptomcruise“ viral: Der belgische Visual-Effects-Spezialist Chris Umé steckt hinter dem Kanal. Er setzt dem Schauspieler Miles Fisher das Gesicht von Tom Cruise auf für ungewöhnliche Kommentare und Aktionen. Die Deepfake-Videos sind vom Original Tom Cruise kaum noch zu unterscheiden.

Deepfake-Cruise beeindruckt Justin Bieber mit Gitarrenkünsten

Jetzt wurde der US-Popstar Justin Bieber auf ein Video von Deepfake-Cruise aufmerksam. In dem Video spielt Miles Fisher in seinem digitalen Tom Cruise-Kostüm auf der Gitarre. Das Video wurde bereits Ende August veröffentlicht.

Bieber teilte es in seinem Instagram-Kanal und schickte dabei dem echten Tom Cruise eine Benachrichtigung. Dabei erneuert er seine Herausforderung an Cruise, ihn bei einem UFC-Kampf zu begegnen.

Justin Bieber fällt auf einen Deepfake Tom Cruise herein, der besser Gitarre spielt als das Original. | Video: Leticia via Twitter

Später lobt Bieber das Gitarrenspiel von Deepfake-Cruise aka Fisher und covert den Song sogar in einem eigenen Post. Erst rund zwei Stunden später wird Bieber auf seinen Fehler aufmerksam. „Das ist nicht wirklich Tom Cruise?“, schreibt er in einem weiteren Post. „LOL, na ja, trotzdem urkomisch.“ Der Original-Cruise reagierte bislang nicht auf Biebers Postings über seine Deepfake-Version.

Deepfake Tom Cruise: Hoher Produktionsaufwand

Bieber ist nicht die erste Person, die auf Deepfake-Cruise hereinfällt. Die KI-Kopie des bekannten US-Schauspielers ist schlicht kaum vom Original zu unterscheiden, selbst für das geübte Auge. Man muss schon sehr genau hinschauen und gezielt suchen, um etwa Ungenauigkeiten an den Augen oder bei einzelnen Bewegungen zu erkennen. Hinzu kommt, dass die geringe Auflösung bei Social Media-Videos fehlerhafte Details leicht kaschiert.

Der Deepfake-Künstler Chris Umé hat dennoch keine Sorgen, dass Deepfakes mehr als etwa gefälschte Bilder zu einem gesellschaftlichen Problem werden könnten. Der Erstellungsaufwand für seine Deepfakes sei sehr hoch, er habe mehre Wochen pro Video investiert. „Man kann das nicht mit einem Knopfdruck machen“, sagt Umé in der Vergangenheit. Hochwertige Deepfakes bietet er mit seinem Unternehmen Metaphysic mittlerweile hauptberuflich an.

Hinzu kommt: Der Deepfake-Schauspieler Miles Fisher ist Tom Cruise-Doppelgänger und sieht dem Original ohnehin zum Verwechseln ähnlich. Das erleichtert den Deepfake-Algorithmen die Arbeit ungemein. Ein Deepfake in Cruise-Qualität ist also nicht ohne Weiteres für viele Menschen umsetzbar.

Dennoch: Unsere Deepfake-Anleitung zeigt, dass die Erstellung eines Deepfakes in den letzten Jahren insgesamt leichter geworden ist bei einer höheren Qualität. Gleichzeitig trifft kontinuierlich steigende Rechenleistung auf effizientere Algorithmen – rechenintensives KI-Training verliert als Einstiegshürde an Bedeutung.

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Quelle: Daily Dot, TikTok