Inworld AI: Mehr KI-Gehirn fürs Metaverse

Inworld AI: Mehr KI-Gehirn fürs Metaverse

Das Start-up Inworld AI will das Metaverse mit realistischen KI-Menschen bevölkern. Das Team besteht aus ehemaligen KI-Forschern von Google und Deepmind. Es wird von namhaften Investoren wie Meta unterstützt.

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Das Metaverse braucht neben vielen menschlichen Nutzer:innen auch glaubhafte virtuelle Charaktere. Das ist die Business-These des KI-Start-Ups Inworld AI. Das Team entwickelt eine Plattform, mit der Unternehmen und Studios entsprechende Wesen erschaffen und an die eigenen Bedürfnisse anpassen können.

Die KI-Menschen sollen künftig „eigene Verhaltensweisen“ und ein „Bewusstsein für Umgebung und Kontext“ haben. „Gehirne für virtuelle Charaktere“ ist das Motto des Start-ups.

KI-Verhalten: Mehr als nur Sprache

Das Start-up sieht zahlreiche Anwendungen für die digitalen Figuren: Sie könnten für Spiele bestimmte NPC-Rollen übernehmen, im Metaverse Gäste unterhalten, als Firmenmaskottchen auftreten oder technischen Support bieten.

Das große Ziel sind Charaktere, mit denen sich Menschen unterhalten können. Dazu gehört laut Inworld-CEO Ilya Gelfenbeyn mehr als Sprache: „Inworld-Charaktere sollten sich nicht nur auf Sprache beschränken, sondern in der Lage sein, mit vielen menschlichen Modalitäten zu interagieren, wie Mimik, Körpersprache, Emotionen sowie körperliche Interaktionen.“

Die Technologie des Start-ups ist vom menschlichen Gehirn inspiriert und besteht aus drei Komponenten, die sich in Wahrnehmung, Kognition und Verhalten unterteilen und verschiedenste KI-Techniken wie maschinelle Sprachverarbeitung und Computer Vision nutzen.

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Inworld AI hat erfahrene KI-Entwickler im Team

Die nötige KI-Expertise bringen die Gründer mit. Gelfenbeyn war CEO des KI-Start-ups API.AI, das 2016 von Google übernommen wurde und dessen Technologie die Grundlage von Googles Sprach-Engine Dialogflow bildet.

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Technikchef Michael Ermolenko verantwortete das maschinelle Lernen bei API.AI und später Google. Neu dazugestoßen ist Produktchef Kylan Gibbs, der bei Deepmind in der gleichen Rolle für generative Sprachmodelle verantwortlich war.

Investoren sehen offenbar großes Potenzial im Team. Seit der Gründung im Juli 2021 konnte sich das Start-up zwei Einstiegsfinanzierungen sichern: im November 2021 für sieben Millionen US-Dollar und Anfang März für zehn Millionen US-Dollar.

Zu den Investoren gehören Bitkraft Ventures, der Venture Reality Fund, Kleiner Perkins, CRV, Meta sowie prominente Einzelpersonen wie der Riot-Games-Mitgründer Marc Merrill, der Twitch-Mitgründer Kevin Lin und der Oculus-Mitgründer Nate Mitchell.

Die Finanzmittel fließen in die Vergrößerung des Teams. Die KI-Plattform soll bekannte Spiel-Engines, VR-Welten und Spiele unterstützen. Das Start-up sucht derzeit nach Partnern, die die Technologie in ihre Software implementieren wollen. Eine Beta-Version der Plattform soll im zweiten Quartal 2022 erscheinen.

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Quellen: Pressemitteilung, Venturebeat