In der Provinz Xinjiang setzt China auf KI, Kameras und Apps, um eine muslimische Minderheit zu überwachen.

Etwa 13 Millionen Uiguren leben in der chinesischen Provinz Xinjiang. Diese und andere muslimische Bevölkerungsgruppen werden von China streng überwacht (wir berichteten). Wer auffällt, kommt in sogenannte „Berufsbildungszentren“. Fast eine Million chinesische Muslime sind dort inhaftiert.

Zentral für die Überwachung ist die „Integrated Joint Operations Plattform“ (IJOP). Die Überwachungsmaschinerie setzt auf KI-gestützte Kameras, Polizeikontrollen und eine Smartphone-App.

Die nichtstaatliche US-Organisation Human Rights Watch fand diese App im Internet und übersetzte sie in englische Sprache. Die detaillierten Protokolle, die in der App angelegt werden, zeigen, wie leicht die Bewohner der Provinz in Verdacht geraten können.

Blutgruppe und politische Einstellung

Wer überwachen will, braucht Daten: Die liefern neben Kameras und anderem technischen Gerät die Sicherheitskräfte vor Ort. In einer App werden Daten per Hand eingetragen. Jeder Bewohner hat ein eigenes Profil.

Die App erfasst von Religion zu Blutgruppe nahezu alles, was es über eine Person zu wissen gibt: Adresse, biometrische Daten, Telefonnummer, Beruf, Bildungsgrad, Fotos, Fahrzeuge, politische Einstellung. Sogar der Stromverbrauch ist vermerkt.

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