Verwandelt eure Haustiere in Pinscher, Löwen oder Affen. Möglich ist das mit einer neuen Bild-KI von Nvidia-Forschern.

Es gibt den Spruch: Wenn ein Dackel in den Spiegel schaut, sieht er einen Löwen. Aber wie sähe euer Dackel als Löwe aus? Ich habe den Test gemacht und kann sagen: Zumindest meiner taugt nicht zum König der Tiere.

Möglich macht den Foto-wechsle-Dich-Trick eine Künstliche Intelligenz von Nvidia: Eine Bild-KI verwandelt Fotos von Tieren, Pflanzen oder chinesischem Essen anhand eines vorgegebenen Fotos in artverwandte Varianten mit Wiedererkennungswert.

GAN-KI überträgt Bildeigenschaften

Die KI benötigte vorab viel Training: Für die Hundeverwandlung zeigten die Forscher dem Algorithmus ganze 117.574 Tierporträts. Anhand dieser Vorlagen lernte die KI, neue Hundebilder zu generieren.

Die Forscher setzten dann eine modifizierte Variante der von Deepfakes bekannten GAN-Architektur ein: Statt wie gewohnt neue Bilder nur aus dem bekannten Trainingsmaterial zu generieren, kann die Nvidia-KI bisher unbekannte Tier-, Pflanzen- oder Nahrungsfotos als Grundlage für ein neues Foto nehmen.

Dazu übertragt die KI die Bildeigenschaften des unbekannten Fotos auf für sie bekannte Fotos. In wenigen Sekunden entstehen so neue, mehr oder weniger überzeugende Abkömmlinge eurer Haustiere. Die sehen zwar nicht aus wie das Original, zeigen aber dessen charakteristische Merkmale.

Kein guter Löwe: Mein Dackel. Zumindest äußerlich. Als Kuvasz (ungarischer Hütehund) macht er sich gut. Bild: Nvidia/Screenshot.

Haltung und Blick sind in einigen Varianten gut übernommen. Bild Nummer zwölf ist ein Ausrutscher. Oder ein Alien. Bild: Nvidia/Screenshot.

Mit einem Bild zum Löwen

Eine Besonderheit: Nvidias Bild-KI ist die erste ihrer Art, die aus wenigen, unbekannten Beispielfotos – bei der Demo reicht sogar eines – glaubwürdige Varianten erzeugen kann. Bisherige KIs mussten für jedes neue Motiv erneut aufwendig trainiert werden.

Auch Fotos von Blumen und Essen kann die KI zu neuen Varianten verarbeiten. Ähnlichkeiten sind nicht rein zufällig. Bild: Nvidia.

Hinzu kommt, dass Nvidia die Bild-KI unüberwacht trainierte – das verringerte im Vorfeld den Aufwand bei der Datenaufbereitung. Perfekt ist der Löwendackel noch nicht, aber er ist ein weiterer Schritt hin zur vollautomatischen Bildgenerierung von so ziemlich allem.

Wenn ihr wissen wollt, wie euer Haustier als Bär aussehen würde, könnt ihr auf dieser Website eine Demo der KI ausprobieren.

Titelbild: Nvidia, Quelle: Nvidia

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