Eine Google-KI für die Diagnose einer Augenkrankheit zeigt die Herausforderung der KI-Implementierung im Alltag auf.

Googles Medizinabteilung Health versucht sich an der Implementierung einer CE-geprüften Diagnose-KI im thailändischen Klinikalltag. Sie soll Patienten mit Diabetes auf Diabetische Retinopathie prüfen. Wird diese früh erkannt, kann eine drohende Blindheit verhindert werden. In insgesamt elf Kliniken testete Google Health die KI über mehrere Monate hinweg.

Der normale Untersuchungsprozess läuft so: Eine Pflegekraft fotografiert das Auge eines Patienten und schickt das Bild an einen niedergelassenen Augenarzt, der es auf Hinweise einer Erkrankung prüft wie auffällige Blutgefäße. Tauchen diese auf, werden weitere Untersuchungen angeordnet. Der Prozess kann mehrere Wochen dauern: 4,5 Millionen Patienten treffen in Thailand auf circa 200 spezialisierte Augenärzte.

Die KI prüft wie der Augenarzt das Bild auf visuell auffällige Merkmale, soll aber viel schneller sein. Die Diagnose steht nach maximal zehn Minuten bei einer Genauigkeit von mehr als 90 Prozent. So funktionierte die Technik jedenfalls unter Laborbedingungen.

Googles Diagnose-KI rockt im Labor und stolpert im Alltag was last modified: April 29th, 2020 by Matthias Bastian

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