Google will in Europa vorerst keine Audio-Mitschnitte mehr analysieren lassen.

Im Juli veröffentlichte die belgische Rundfunkanstalt VRT NWS circa 1.000 Audio-Mitschnitte, die mit Google Home oder der Smartphone-App Google Assistant aufgezeichnet wurden – ohne dass die Nutzer des Dienstes darüber Bescheid wussten. Teils wurden private und sensible Informationen mitgeschnitten.

Die Aufnahmen gehen an eine Drittfirma. Dort werden sie von Angestellten geprüft, um die Qualität der Spracherkennung zu verbessern. Letztlich geht es darum, hochwertige Daten fürs KI-Training zu gewinnen.

Rund 0,2 Prozent der Sprachaufnahmen werden laut Google so weiterverarbeitet, allerdings nur solche, die unmittelbar der Bedienung des Assistenzsystems dienen. Aufnahmen mit sensiblen Informationen, meist versehentlich mitgeschnitten, würden nicht transkribiert, so das Unternehmen.

Google, Amazon und Apple sollen nicht mehr aufzeichnen und analysieren – was wird aus der Sprach-KI?

Jetzt hat die Hamburger Datenschutzbehörde im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens einen Analysestopp der Audio-Mitschnitte erwirkt. Dieser gilt seit dem 10. Juli vorerst für drei Monate. Die gleiche Forderung stellt die Behörde auch an Apple und Amazon, die den gleichen KI-Trainingsprozess wie Google bedienen.

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