Gitamini: Transportroboter folgt euch (fast) überallhin

Gitamini: Transportroboter folgt euch (fast) überallhin

Die Transportroboter Gita und Gitamini können mittels Computer Vision die eigenen Besitzer:innen erkennen und ihnen automatisch durch den Alltag folgen. So fahren sie ihnen etwa die Einkäufe hinterher.

Wer keine schweren Taschen tragen kann oder will oder einfach mit auffälligen Sci-Fi-Gimmicks im Supermarkt punkten möchte, findet im Gitamini das passende Produkt: Der Transportroboter der Vespa-Tochter Piaggio Fast Forward kann in seinem Koffer bis zu 9 Kilo tragen. Der integrierte Akku reicht für rund 34 Kilometer.

Der Gitamini folgt auf den größeren Transportroboter Gita, der vor rund zwei Jahren auf den Markt kam. Gita fasst bis zu 18 Kilo Gewicht, rollt dafür aber nur rund 19 Kilometer weit.

Computer Vision macht’s möglich: Gitamini erkennt und folgt den eigenen Besitzern

Abseits der Größe, der Reichweite und des Transportgewichts bietet der Gitamini ein verbessertes Computer-Vision-System. Über zahlreiche Kameras an der Front und einen zusätzlichen Radar identifiziert der Transportroboter seine Besitzer:innen und folgt ihnen durch den Alltagsdschungel mit einer Höchstgeschwindigkeit von knapp 10 km/h. Der Gitamini rollt über Asphalt und ähnliche Flächen und soll auch den Weg über Wiesen schaffen.

Der Gitamini operiert im Folgen-Modus rein visuell, benötigt also kein Bluetooth-Verbindung zum Smartphone oder GPS. Das spricht für die Fortschritte beim maschinellen Sehen der letzten Jahre. Durch die Radar-Integration soll der Roboter Objekte in der Tiefe noch besser identifizieren. Ein integrierter USB-Port macht Gitamini zu einer fahrbaren Mobile-Ladestation.

Der Gitamini kann abgeschlossen werden, bietet aber ansonsten keinen weiteren Diebstahlschutz. Der Roboter ist für den Start und für Updates allerdings fix mit einem Smartphone verbunden. Ohne diese Verbindung ist er nutzlos. Laut Piaggio Fast Forward-CEO Greg Lynn liegen seiner Firma keine Berichte über Diebstahl vor.

Gitamini: Mehr als ein teures Spaß-Gadget?

Ein Problem hat der Gitamini allerdings: Der Transportroboter ist mit 12,5 Kilogramm schon ohne Beladung relativ schwer. Mit Beladung liegt das Gewicht bei bis zu 21,5 Kilogramm.

Das dürfte für viele ältere Menschen oder Personen mit Einschränkungen – und nicht nur für die – zu schwer sein, um Gitamini eben ein paar Treppen hochzuheben oder an anderen Hindernissen vorbeizutragen, die im Alltag im Weg sein können. Immerhin bietet Gitamini im Unterschied zu Gita einen Tragegriff.

Ein großer Transportroboter und ein kleiner Transportroboter.

Der Original-Gita bietet deutlich mehr Stauraum, dafür ist der Gitamini ausdauernder und wendiger. Er soll auch für den Einsatz in der Wohnung oder im Haus geeignet sein. | Bild: Piaggio Fast Forward

Laut Lynn ist das Vorgängermodell Gita besonders in den südlichen US-Staaten im Einsatz, wo das Wetter besser und Menschen mehr draußen unterwegs sind. Die Transportroboter würden für schnelle Besorgungen in Laufreichweite eingesetzt oder für kurze Rundwege und ersetzten so kurze Autofahrten. Auch Business-Kunden nutzen Gita, unter anderem rollen die Transportroboter auf acht Flughäfen in den USA.

Gitamini erscheint in den USA ab dem 15. Oktober dieses Jahres. Den Roboter gibt es in Gelb oder Beige, der Preis liegt bei 1.850 US-Dollar. Der Original-Gita bleibt im Verkauf, hier liegt der Preis bei 2.950 US-Dollar.

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Quelle: The Verge