Künstliche Demenz sorgt für künstlerisch wertvolle Bilder.

In den letzten Jahren haben neue KI-Technologien in Kombination mit viel Rechenleistung für erstaunliche Fortschritte bei der Bildgenerierung gesorgt – ganz besonders bei menschlichen Gesichtern. Kürzlich zeigte das Apples KI-Chef Ian Goodfellow bei Twitter.

Goodfellow trug mit seiner Forschung wesentlich zur Beschleunigung der KI-Bildgenerierung bei. So ziemlich jeder relevante Bildgenerator setzt auf sein GAN-Verfahren.

Künstliche Intelligenz generiert und vergisst ein Gesicht

Eine Künstlerin hat jetzt einen KI-Bildgenerator für Menschengesichter nun einmal rückwärts laufen lassen und den Vorgang als Video gespeichert. Die Künstlerin nennt sich “Mädchen, das zu einer KI spricht”.

In dem Kurzfilm “What I saw before the darkness” zeigt sie, wie das neuronale Netz Schicht für Schicht das menschliche Gesicht vergisst, das es sich zuvor aufwendig antrainiert hat: die Augenpartie, die Farbe der Haut, die Konturen, das Haar. Immer mehr einzelne Neuronen schalten sich ab, sodass ihr Beitrag zum künstlichen Gesicht verloren geht. Bis am Ende nur noch Dunkelheit bleibt.

Die Inspiration für das Projekt schöpfte die Künstlerin laut eigenen Angaben aus der menschlichen Wahrnehmung: “Alles, was wir sehen, ist eine Interpretation der Umgebung durch unser Gehirn. Wir haben keinen Zugriff auf die Realität außer durch dieses konstruierte Bild”, sagt sie zu Vice.

Da der Aufbau eines künstlichen neuronalen Netzes laut Neurowissenschaftlern vergleichbar mit dem visuellen System des Menschen sei, biete das Video einen einmaligen Einblick in einen sich verändernden Geist – wenn auch nur künstlich generiert.

Quelle: Vice; Titelbild: AI told me (Screenshot bei Vimeo)

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