Künstliche Intelligenz ist nur so viel Wert wie die Daten, mit der sie trainiert wird. Facebook spannt die eigenen Nutzer für die Datengewinnung ein.

Kabetec VR-Brille

Bild- und Objekterkennung ist grundlegend für Künstliche Intelligenz: Sie bringt dem Computer das eigenständige Sehen bei. Sehende Computer mit einem Verständnis für die Umgebung sind wichtig für autonome Roboter, selbstfahrende Autos, Augmented und Virtual Reality und viele weitere Zukunftstechnologien.

Die zugrundeliegenden Trainingsverfahren sind allerdings aufwendig: Laut Facebooks Technikchef Mike Schroepfer ist die beste KI nicht dazu in der Lage, einen spezifischen Inhalt auf einem Bild zu erkennen, wenn dieser Inhalt nicht zuvor von einem Menschen beschrieben wurde.

Das bedeutet: Bilder müssen von Menschen durchgesehen und beschriftet werden, bevor die Künstliche Intelligenz sie verwerten kann. Bei Tausenden Bildern ist das eine Menge Handarbeit.

Crowdsourcing fürs KI-Training

Gut für Facebook, dass es eine starke Unterstützter-Gemeinschaft hat, die unwissentlich die arbeitsintensive Vorbereitung der Trainingsdaten übernimmt – sogar unbezahlt.

Es sind Instagram-Nutzer, die ihre Bilder auf die Fotoplattform hochladen und mit sogenannten Hashtags versehen. Das sind Stichwörter, die beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist, beispielsweise “Sonnenuntergang” oder “Pfannkuchen”.

Facebook hat laut eigenen Angaben für das KI-Training Zugriff auf bis zu 3,5 Milliarden Instagram-Bilder, die mit circa 17.000 Hashtags versehen wurden. Bei der Vorsortierung wählte Facebook Bilder mit möglichst spezifischen Hashtags aus.

Diese Instagram-Datensätze sind offenbar gutes Train…

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