Elon Musk: Affe zockt mit Neuralink Gehirnchip

Elon Musk: Affe zockt mit Neuralink Gehirnchip

Elon Musk verrät neue Details über das Gehirnchip-Projekt seines Start-ups Neuralink. Derzeit soll das Implantat an Affen getestet werden, mit dem Ziel, dass sie Videospiele per Gedankenkraft steuern.

Am Sonntagabend loggte sich Musk in die Hype-App Clubhouse und sprach während 90 Minuten über verschiedenste Themen, darunter die Kolonisierung des Mars, Kryptowährungen und Neuralink.

Letzteres Start-up soll ein Hirn-Computer-Interface entwickeln, das der Menschheit maschinelle Denkfähigkeiten verleiht, damit diese nicht von Künstlicher Intelligenz abgehängt wird.

Das letzte Update zum Stand der Forschung gab es im Sommer 2020: Neuralink hatte einem Schwein eine neue Version des firmeneigenen Gehirnchips eingebaut. Er besteht aus Elektroden-Drähten, deren Dicke etwa einem Zehntel des menschlichen Haars betragen und die neuronale Signale messen und drahtlos an einen Computer senden.

Eingesetzt hat den münzgroßen Chip, den Musk als „Fitbit für das Gehirn“ bezeichnet, ein eigens entwickelter chirurgischer Roboter.

Neuralinks jüngster Hirnchip. | Bild: Neuralink

Tests an Schweinen, Primaten und bald auch Menschen?

Seit dieser Ankündigung war es ruhig um Neuralink – bis jetzt. In der Clubhouse-App sprach Musk über die jüngsten Fortschritte.

„Wir haben einen Affen mit einem drahtlosen Implantat versehen, der Videospiele per Gedankenkraft spielen kann.“ Man könne das Implantat nicht sehen und der Affe sei glücklich, behauptete Musk weiter.

Die Forschungsanlage sei von einem Vertreter des US-Landwirtschaftsministerium auf Konformität geprüft worden.“Wir haben die besten Affenanstalten der Welt. Wir wollen, dass sie mit ihren Gedanken gemeinsam Pong spielen„, sagte Musk.

Später ruderte der Unternehmer zurück und meinte, dass es sich hierbei um langfristige Ziele handele und nicht um einen zeitnahen technologischen Durchbruch.

Die ersten Anwendungen der Technologie beim Menschen seien für Fälle mit schweren Hirn- und Rückenschäden gedacht, bei denen die Vorteile einer Hirn-Computer-Schnittstelle „enorm“ seien. Später solle der Hirnchip helfen, Krankheiten wie Alzheimer, Gedächtnisverlust, Depression und Schlaflosigkeit zu heilen.

Erste Tests an Menschen stehen laut Musk schon bald an, Neuralink arbeitet für die Zulassung eng mit der US-Arzneimittelbehörde FDA zusammen.

Eine offizielle Vorstellung der Forschungsergebnisse an Affen werde in den kommenden Monaten folgen, versprach Musk.

Quellen: CNET, Bloomberg

Weiterlesen über Hirn-Computer-Interfaces: