Sich anziehen ist nicht banal: Mal steckt der Arm im Kragen oder das T-Shirt ist auf links gedreht. Wir Menschen kennen das. Künstliche Intelligenz jetzt auch.

Forscher des Georgia Institute of Technology und von Google Brain entwickeln eine KI, die T-Shirts, Pullis oder Jacken anziehen kann. Das klingt banal, dabei ist es der maschinelle Triumph über einen motorisch höchst anspruchsvollen Vorgang:

“Wir stecken unseren Kopf und unsere Arme in ein Shirt oder ziehen eine Hose hoch, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wie komplex die Interaktion mit unserer Kleidung ist”, schreiben die Forscher.

Sie konkretisieren diese Komplexität: “Mit einer Hand halten wir das Hemd auf, mit der zweiten greifen wir in den Ärmel, schieben unseren Arm hindurch und machen dann dasselbe für den anderen Arm – dabei verheddern wir uns nicht im Stoff und orientieren uns mit unserem Tastsinn.”

Lernen in Teilschritten

Die Forscher unterteilten den komplexen Anziehvorgang in kleine Teilaufgaben, zum Beispiel den Arm durch einen Ärmel stecken. Mittels eines bestärkenden Lernverfahrens übte und meisterte die KI jede einzelne Teilaufgabe.

Bestärkende Lernverfahren trainieren Künstliche Intelligenz so ähnlich wie der Mensch das Tier: Für erwünschtes Verhalten gibt es ein digitales Leckerli, auf unerwünschte, nicht zielführende Handlungen folgt ein Malus. Googles S…

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