Nur wenige Menschen hatten bisher die Möglichkeit, ins Weltall zu reisen. Dank Virtual Reality kommt man der Schwerelosigkeit und Größe des Weltraums so nahe wie noch nie. Ich habe für euch die eindrücklichsten VR-Weltraumreisen herausgesucht.

Lone Echo

Der Rift-Exklusivtitel gilt plattformübergreifend als eines der besten VR-Spiele. Man schlüpft in die Rolle des KI-gesteuerten Roboters Jack, der an der Seite der Raumschiffkapitänin Olivia Rhodes Erze in den Ringen des Saturn fördert. Natürlich geht etwas schief und die beiden müssen ums nackte Überleben kämpfen.

In keiner anderer Weltraumerfahrung bewegt man sich so intuitiv durch die Schwerelosigkeit wie in Lone Echo. Dies dank kleiner Schubdüsen an den virtuellen Roboterhänden und der Möglichkeit, sich an stabilen Objekten festzuhalten und wegzustoßen. Die Fortbewegungsmethode haben sich die Entwickler von echten Astronauten abgeschaut.

Mehr Eindrücke vom Spiel könnt ihr hier nachlesen.

Lone Echo ist im Oculus Store für Oculus Rift erhältlich und kostet 40 Euro. Das Spiel liegt komplett in deutscher Sprache vor.

Apollo 11 VR HD

Die VR-Erfahrung lässt VR-Nutzer historisch akkurat sämtliche Etappen der Apollo-11-Mission nacherleben: vom Besteigen der Trägerrakete, über die Landung auf dem Mond bis zur Rückkehr auf die Erde.

In der Rolle Neil Armstrongs übernimmt man die Verantwortung über operative Ziele: beim Andocken des Kommandomoduls an die Mondlandefähre, bei der Mondlandung und beim Erforschen der Mondoberfläche.

Das Fazit des MIXED-Redakteurs Matthias Bastian zur Originalversion lautete: “Die Entwickler von Immersive VR Education kombinieren geschickt Lern-, Spiel- und Filmerfahrung und nutzen die Stärken des neuen Mediums aus. Apollo 11 ist unzweifelhaft eine der wenigen VR-Apps, die dem Potenzial von Virtual Reality als Erfahrungsmedium gerecht werden.”

Ende 2018 erschien ein HD-Remake, das eine verbesserte Grafik bietet. Die HD-Version ist im Oculus Store für Oculus Rift und bei Steam für HTC Vive und Oculus Rift erhältlich. Sie kostet zehn Euro.

Mission: ISS

In dieser VR-Erfahrung besucht ihr die detailreich rekonstruierte Raumstation ISS und erkundet sie Meter für Meter. Zeigt man mit dem virtuellen Finger auf ausgewählte Objekte, erfährt man via Audio und Video, welchen Zweck sie in der Raumstation erfüllen. So lernt man beispielsweise, wie die Astronauten sich fit halten, Forschung betreiben und die Weltraumtoilette nutzen.

Der Höhepunkt von Mission:ISS ist der Weltraumspaziergang im Raumanzug. Hat man die Enge der Raumstation verlassen, wirkt die Erde noch anmutiger als durch die schmalen Fenster der ISS.

Mission: ISS ist kostenlos  im Oculus Store für Oculus Rift erhältlich. Meine Eindrücke der VR-Erfahrung beschreibe ich ausführlich hier.

Overview: A Walk Through the Universe

Der Titel deutet es bereits an: VR-Nutzer sollen in Overview die Weite des Universums erleben. Das gelingt der App hervorragend.

MIXED-Redakteur Matthias Bastian schreibt in seinem Test: “In den letzten Jahren führten mich eine ganze Reihe VR-Apps hinaus ins Sternenmeer. Aber keine dieser medialen Erklärversuche übte dieselbe Faszination auf mich aus wie die Erzählung in Overview. […] Den Machern ist es gelungen, eine visuelle Stärke der Virtual Reality – nämlich den Brillenträger Weite und Größe fühlen zu lassen – so geschickt einzusetzen, dass dieselbe Geschichte auf dem flachen Monitor nicht die gleiche Wirkung hätte.”

Overview bietet eine detailreiche und in einigen Szenen spektakuläre Grafik und sechs Erklärstücke, die in die Erde, das Sonnensystem, Planeten, den Saturn und die Milchstraße einführen. Dank eines Erkundungsmodus kann man das Weltall auf eigene Faust erkunden.

Overview: A Walk Through the Universe ist im Oculus Store für Oculus Rift, bei Steam für HTC Vive, Oculus Rift und Windows Mixed Reality und bei Viveport für HTC Vive und Oculus Rift erhältlich. Die VR-App kostet zehn Euro.

Spheres

Spheres ist ein bild- und klanggewaltiger VR-Film mit interaktiven Elementen, der das Verhältnis des Menschen zum Kosmos beleuchtet. Man gerät in den Sog eines Schwarzen Lochs, lauscht den Klängen des Weltraums und lernt, was den den Planeten Erde so besonders macht.

Als Erzählerin tritt unter anderem die US-Schauspielerin Jessica Chastain auf, die Mutterfigur im thematisch und visuell ähnlich gelagerten Film “The Tree of Life”.

Spheres ist im Oculus Store für Oculus Rift erhältlich und kostet zehn Euro.

Titelbild: Orbital Views

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