Was eine Bescherung: Der Deepfake “Home Stallone” zeigt die wahre Hintergrundgeschichte von Rambo.

Der YouTube-Deepfaker “Ctrl Shift Face” hat ein besonderes Weihnachtsgeschenk für euch: Sylvester Stallone übernimmt die Rolle des kleinen Kevin in “Kevin – Allein zu Haus”.

Per Deepfake ersetzt der YouTuber das Knabengesicht von Macaulay Culkin mit dem von Stallone. Bedeutet: Die Gesichtszüge erinnern an einen jungen Sylvester Stallone, die Mimik bleibt aber die von Macaulay Culkin aus dem Originalfilm. Das sieht dann so aus.

Die Gesichtsdaten von Stallone für das KI-Training hatte Ctrl Shift Face noch aus früheren Projekten: Unter anderem ersetzte er ziemlich glaubhaft den Terminator Arnold Schwarzenegger mit dem Gesicht seines (früheren) Erzfeindes Sylvester Stallone. Der YouTuber sucht sich die Fotos und Screenshots für das KI-Training einfach im Internet zusammen.

“Kevin – Allein zu Haus” wie es hätte sein sollen können

Als wäre der Gesichtertausch nicht schon kurios genug, versucht sich Ctrl Shift Face in seiner Version von “Kevin – Allein zu Haus” auch noch als Geschichtenerzähler.

Kevin Stallones neue Hintergrundgeschichte erklärt jedenfalls, weshalb Rambo als Erwachsener so verdammt sauer ist. Die katastrophale Stimmimitation eines professionellen (!?) Sprechers rundet den Weihnachtsfake trashig ab.

Deepfakes fürs Entertainment statt für Fake-News

Erschaffer dieses und vieler weiterer Deepfakes ist der in Tschechien lebende Slowake “Tom”. Mit seinem Deepfake-Kanal setzt er mittlerweile die ein oder andere Münze um durch Sponsoren und Werbung. Hauptberuflich ist er 3D- und Spezialeffektekünstler.

Die KI-Technik spiele in seinem Arbeitsleben eine immer größere Rolle. Sogar für Filme und TV-Shows produziere er schon Deepfakes, sagt Tom in einem aktuellen Interview.

“In einigen Fällen erzielt man bessere Ergebnisse als mit herkömmlichen Spezialeffekten und es geht viel schneller und kostet deutlich weniger.” Als Beispiel nennt er den Gesichtertausch zwischen einem Schauspieler und seinem Stunt-Double. Er gehe davon aus, dass Deepfakes in der Entertainmentindustrie viel Raum einnehmen werden.

Dass Deepfakes bei der Verbreitung von Fake-News eine entscheidende Rolle spielen könnten, glaubt “Tom” indes nicht: Die KI-gefälschten Videos seien nur ein geringfügiges Problem, das Hauptproblem seien Plattformen wie Facebook: “Wenn man tausend Menschen mit einem simplen, irreführenden Artikel täuschen kann, weshalb sollte man sich dann die Mühe machen mit leicht identifizierbaren Deepfakes?”

Mehr erfahren über Deepfakes:

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Der MIXED.de XR-Podcast #178

Jetzt reinhören: Tik-Tok-Deepfakes, Neon-Wesen und VR-Gewalt | Alle Folgen



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