Deepfake leicht gemacht: Nun lassen sich die KI-Fakes schon mit einem einzelnen Foto generieren.

Nach der Mona Lisa ist jetzt Albert Einstein an der Reihe: Forscher hauchen einem Foto des berühmten Physikers mit einer Deepfake-KI neues Leben ein. Dafür reicht ihnen ein einzelnes Foto als Trainingsvorlage – das gab es bisher noch nicht.

Am Forschungsprojekt ist erneut Samsung beteiligt, die Firma ist auch für den oben erwähnten Mona-Lisa-Deepfake verantwortlich. Doch die neue Veröffentlichung geht noch einen Schritt weiter: Mit nur einem Foto und einer Audioaufnahme erstellt sie kurze Videos.

Die Ergebnisse sind noch weit von davon entfernt, uns zu täuschen. Doch sie sind auch beeindruckend, wenn man bedenkt, wie wenig Trainingsdaten die KI für ihr Ergebnis benötigt.

Einstein redet

Die Forscher setzen – wie alle Deepfake-KIs – auf ein GAN-Netzwerk. Sie trainierten ihre KI mit über 1.000 Videos, in denen etwa 180 generische Sprecher verschiedene Sätze von sich geben.

Nach diesem Vortraining reicht der KI ein einzelnes Foto, um aus dem auf dem Foto abgebildeten Gesicht und einem Audioclip neue Videos zu generieren.

Die KI ist in der Lage, Lippen- und Augenlidbewegungen zu generieren, hat aber noch einen besseren Trick drauf: Sie verpasst dem Gesicht im Video Emotionen, etwa Angst oder Wut. Auch für diese Beispiele benötigt die KI nur jeweils ein Foto und eine Audioaufnahme.

Rasputin singt

Wer es etwas musikalischer mag, kann hier noch den Wandermönch und Hobby-Propheten Grigori Yefimovich Rasputin Beyoncés “Halo” singen sehen und hören.

Die neue KI zeigt, dass es immer einfacher wird, Deepfakes zu erstellen. Denn bislang sind die benötigten Trainingsdaten noch die größte Hürde für Hobby-Faker.

Die Ergebnisse sind zwar noch nicht realistisch. Doch wenn die Entwicklung der Deepfakes seit 2014 einen Hinweis auf ihre Zukunft gibt, wird es nicht dabei bleiben.

Quelle: Arxiv

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