Die Deepfake-Schwemme nimmt ihren Lauf: Jetzt ist die Mega-Serie Game of Thrones an der Reihe.

“Tut mir leid, dass wir eure Zeit verschwendet haben”, entschuldigt sich Schauspieler Kit Harington aka Jon Snow bei den Game-of-Thrones-Fans. Anlass ist die kritisch diskutierte achte Staffel, die die Serie mehr – oder eher weniger – gelungen beendete.

In der echten Welt würde Harington dieser Satz natürlich nie über die Lippen kommen. Das Video ist ein sogenannter Deepfake, eine KI-gestützte Videofälschung. Es ist nicht das beste Video seiner Art, aber solide: Haringtons Lippenbewegungen sind recht synchron zum falschen Text, auch wenn man seinem Mund die Manipulation stellenweise deutlich ansieht.

Ähnlich wie beim Deepfake-Zuckerberg passt die Vertonung noch nicht: Sie wurde zwar mit einem Profisprecher aufgenommen, aber für wirklich authentische Fakes braucht es auch einen KI-Stimmklon. Da ist die Technik zwar im Kommen, aber noch nicht so ausgereift wie bei Video. Die Stimmklone täuschen derzeit nur bei kurzen Sätzen, nicht bei kompletten Reden.

Einfache KI-Fakes gehen schnell, gute brauchen länger

Erstellt wurde das Video vom YouTube-Kanal “Eating Things With Famous People” in Zusammenarbeit mit dem auf Deepfakes spezialisierten YouTuber “The Fakening”. Laut des Teams stecken in der Videofälschung mehrere Wochen Arbeit.

Mal sehen, ob HBO ausreichend Humor hat und das Video im Netz lässt, oder eine Verletzung des Copyrights sieht. Das dürfte auch mit Blick auf weitere Fakes interessant sein. Kürzlich tauschte beispielsweise ein YouTuber im Action-Kultfilm “Terminator 2” Arnold Schwarzenegger durch Sylvester Stallone aus.

Wie ihr einen eigenen Deepfake erstellen könnt, erklären wir in diesem Artikel: Der Prozess für einen schnellen Fake ist recht einfach. Ein richtig gutes Ergebnis benötigt dann allerdings doch noch ein umfangreiches KI-Training und Feineinstellung der zahlreichen Parameter bei der Gesichtsübertragung.

Titelbild: HBO

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