Das israelische Startup D-ID will mit Deepfakes Überwachungsvideos anonymisieren. Zielgruppe der Technologie sind Unternehmen, die Videos fürs Marketing auswerten wollen.

Stellt euch vor, es existiert ein Video von euch, in dem eure Handlungen und Merkmale wie Alter, Geschlecht und Größe originalgetreu eingefangen sind – aber in dem ihr trotzdem nicht mehr als ihr selbst identifiziert werden könnt, weil eure Augenpartie verändert ist, ihr eine andere Hautfarbe oder einen dicken Schnurrbart im Gesicht habt.

Genau diese Form der Video-Anonymisierung ermöglicht das israelische Startup D-ID automatisiert mit Deepfakes: Gefilmte Personen werden mit der KI-gestützten Pixelumrechnungstechnologie in nicht identifizierbare Deepfake-Avatare ihrer selbst verwandelt. “Smarte Anonymisierung” nennt D-ID diesen Prozess.

Was ist das Anwendungsszenario? Laut D-ID verwenden Unternehmen die Technologie, die Menschen beispielsweise für Marketing-Auswertungen filmen wollen, ohne zuvor eine Einwilligung der gefilmten Person abzuholen.

Denn wenn die Person ohnehin nicht mehr identifizierbar ist – was sollte sie dagegen haben, gefilmt zu werden?

Datenschutzgrundverordnung vs. D-ID

Das jedenfalls ist D-IDs Standpunkt. Die Technologie wird laut D-ID in Europa schon bei großen Händlern sowie Sicherheits- und Autofirmen eingesetzt.

Laut D-ID werden bei den Aufnahmen samt der anschließenden Umwandlung keine sensiblen Daten analysie…

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