Seit Jahrzehnten prägen die KI-Wissenschaftler Geoffrey Hinton, Yann LeCun und Yoshua Bengio ihr Forschungsgebiet. Jetzt wird ihre Arbeit mit dem wichtigsten Preis der IT-Forschung ausgezeichnet.

Facebooks KI-Chef Yann LeCun sowie die beiden KI-Wissenschaftler Yoshua Bengio (Universität Toronto / Google) und Geoffrey Hinton (Universität Montreal / Microsoft) erhalten den mit einer Million US-Dollar dotierten Turing-Award, den wichtigsten Preis, den es in der Informatik zu erreichen gilt.

Benannt ist der Preis nach dem prägenden Computerpionier Alan Turing, verliehen wird er von der Association for Computing Machinery (ACM). Er ist in der Informatik auf Augenhöhe mit dem Nobelpreis.

Die drei Forscher erhalten die Auszeichnung speziell in Hinblick auf ihre Verdienste beim Deep Learning, der derzeit angesagtesten KI-Rechenmethode. Hinton, LeCun und Bengio hielten an der Deep-Learning-Methode fest, als alle anderen schon den Glauben an sie verloren hatten, heißt es in der Begründung zur Preisvergabe.

Die enormen KI-Fortschritte der letzten Jahre unter anderem bei der Sprachverarbeitung sowie der automatisierten Bilderkennung und -generierung wurden mit Deep Learning in Kombination mit immer schnelleren Rechnern und gewaltigen Mengen Internetdaten erreicht.

Zum Umkipppunkt für Deep Learning kam es 2012, als Forscher ein Deep-Learning-Netzwerk trainierten, das den Bilderkennungstest Imagenet um 41 Prozent besser bestand als alle konkurrierenden Verfahren. Mitherausgeber der Forschungsarbeit: Geoffrey Hinton. Seit diesem “Imagenet-Moment” ist Deep Learning auf dem Vormarsch und hat sich zur dominanten KI-Berechnungsmethode entwickelt.

Zu den prominentesten Gratulanten gehört Demis Hassabis, der Gründer von Googles KI-Schwester Deepmind. Die Auszeichnung sei hochverdient, der wissenschaftliche Beitrag der drei Forscher herausragend.

Quelle: ACM, Titelbild: ACM

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