Drei KI-Forscher zeigen, dass die Vorstellung einer KI, die kriminelle Neigung am Gesicht erkennen kann, eine Illusion ist.

Kann man im Gesicht einer Person erkennen, ob sie kriminell ist oder sein wird? Diese Debatte wird in der KI-Community nicht erst seit der Ankündigung der privaten Harrisburg-Universität intensiv geführt. Dort tätige Forscher behaupteten, sie hätten eine KI entwickelt, die Kriminelle anhand ihrer Gesichtszüge erkennen kann, bevor sie ein Verbrechen begangen haben.

Der Sofware liegt folgende Annahme zugrunde: Ob jemand kriminell ist, lässt sich an feinen Details im und am Gesicht erkennen – wenn nicht von Menschen, dann durch die oft bewiesene Fähigkeit KI-gestützter Bildanalyse.

Drei Forscher argumentieren jetzt dagegen: „Die Vorstellung, dass es einen solchen Algorithmus geben kann, ist eine Illusion. Und der Glaube an diese Illusion ist gefährlich.“

Grundsätzlich ist die Grundlage solcher illusorischen Projekte die Physiognomik, wie sie der italienische Kriminologe Cesare Lombroso beschrieb. Wer das weiß, weiß eigentlich schon genug. Denn: Physiognomik ist so sicher Bullshit, wie etwas in der Wissenschaft sicher sein kann. Da hilft auch keine Künstliche Intelligenz.

Doch woher kommen dann die positiven Ergebnisse? Warum gibt es KIs, die in Tests Kriminelle mit einer Genauigkeit von bis zu 97 Prozent erkennen?

Vielleicht ist ja doch etwas dr…

MIXED.de Podcast: VR, AR und KI - jede Woche neu

Jetzt reinhören: Alle Folgen


Hinweis: Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.