Die Interaktion zwischen Mensch und Computer ist längst eine Sache der Moral, beispielsweise beim Tracking von Klicks. Zukünftige Mensch-Maschine-Schnittstellen setzen da noch etwas drauf: Sprache kann analysiert, das Gesicht gescannt und eine Bewegung registriert werden. Das verschärft das moralische Spannungsfeld.

1966 entwickelte Joseph Weizenbaum den Chatbot ELIZA: das erste Programm, das durch natürliche Sprache mit einem Menschen kommunizierte. Natürliche Sprache meint „Hallo“ statt 01001000 01100001 01101100 01101100 01101111.

Chatbots haben sich seit ELIZA stark weiterentwickelt

Chatbots sprechen uns im Kundenservice an oder erleichtern uns die Internetsuche. Im Facebook Messenger begrüßen sie uns und unter Amazons, Apples oder Googles Flagge schwingen sie sich gar zu persönlichen Assistenten auf, die uns den Alltag erleichtern sollen wie eine unsichtbare, aber stets ansprechbare Bürohilfe.

Die Anwendungsgebiete für Chatbots sind noch breiter: Es existieren beispielsweise über ein Dutzend medizinische Chatbots, die eine Vorabdiagnose im Digitalgespräch erstellen und anschließend Kontaktdaten zu Ärzten bereithalten. In ländlichen Gebieten wird die Telemedizin als Ausweg aus der Versorgungslücke gehandelt. Chatbots sollen ein Teil dieser Infrastruktur sein.

Kann ein Chatbot (un)moralisch sein?

Bei einem Chatbot interagiert der Mensch mit dem Computer und umgekehrt. Das wirft neben altbekannten Fragen über den Umgang mit sensiblen Daten auch völlig neue auf:

Welche Mittel darf ein Chatbot einsetzen, um als moralisch zu gelten? Dar…


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