DALL-E 2 könnte OpenAIs erster Gelddrucker werden

DALL-E 2 könnte OpenAIs erster Gelddrucker werden

Das Interesse an der Bild-KI DALL-E 2 übersteigt das an bisherigen OpenAI-Produkten deutlich. Das ist interessant, da es eine erste Implikation für DALL-Es Auswirkung auf den Arbeitsmarkt sein könnte.

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Mitte April stellte OpenAI mit DALL-E 2 einen Meilenstein der generativen KI-Systeme und wahrscheinlich in der Geschichte Künstlicher Intelligenz vor: Die Bild-KI generiert anhand einzelner Sätze und Formulierungen abstrakte Zeichnungen ebenso wie fotorealistische Bilder.

Sie kann sogar anhand der Fotografie-Metadaten zu etwa Objektiv und Belichtungszeit Fotos generieren, die wie mit der entsprechenden Linse geknipst aussehen. Seit Wochen teilen die ersten Beta-Tester:innen ihre generierten Bilder in Social Media und in ersten DALL-E 2 Bilddatenbanken.

DALL-E 2 ist OpenAIs größer Erfolg – und startet gerade erst durch

Schon mit der Text-KI GPT-3 konnte OpenAI einen großen Erfolg erzielen. Kein Sprachmodell ist bekannter und wird über die API häufiger kommerziell eingesetzt. DALL-E 2 dürfte diesen Erfolg dennoch mit Leichtigkeit schlagen.

Wie OpenAI-Mitgründer Sam Altman bei Twitter verrät, haben GPT-3, Github Copilot und DALL-E derzeit alle jeweils eine Million Anmeldungen verzeichnet. Allerdings benötigte DALL-E für diese Marke nur rund 2,5 Monate. Bei Copilot waren es laut Altman noch sechs Monate und bei GPT-3 rund zwei Jahre.

Die große Nachfrage nach DALL-E 2 schon jetzt – obwohl viele Menschen außerhalb der Techblase der Bild-KI noch gar nicht begegnet sein dürften – zeigt, dass Altman recht behalten könnte, wenn er wegen DALL-E 2 mit größeren Verwerfungen am Markt für Bildarbeiter:innen rechnet. Oder wie er es formuliert: „Es ist wichtig, ehrlich zu sein.“

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Vorgeschmack gefällig? Das Cosmopolitan-Magazin zeigte kürzlich das erste KI-generierte Magazin-Cover. Auf der Titelseite steht unterhalb des Bildes vermerkt: „Wir haben nur 20 Sekunden gebraucht, um es zu erstellen.“

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Das ist natürlich eine unfaire Angabe, da dem ausgewählten Bild verschiedene Versuche und diverse kreative Prozesse vorausgingen. Insgesamt investierte das Magazin von der Idee bis zur finalen Titelseite viel mehr Zeit.

Aber selbst dieser kreative Auswahlprozess ist mit DALL-E 2 schneller und vielfältiger erledigt – und dürfte mit der Zeit immer effizienter werden. Ein Beispiel: Das Magazin nutzte eine noch unveröffentlichte Funktion von DALL-E 2, Bilder automatisch auf das benötigte Format auszuweiten.

DALL-E 2 wird derzeit an circa 1000 Nutzer:innen pro Woche ausgerollt. Die Bild-KI soll laut Altman jedoch „bald“ für alle verfügbar sein. „Wir benötigen bei neuen Technologien eine gewisse Zeit, um zu lernen, wie wir sie verantwortungsvoll zur Verfügung stellen können“, begründet Altman den scheibchenweisen Marktstart.

Quellen: Twitter, Titelbild via OpenAI Labs

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