Mit der umstrittenen Clearview-App reicht ein einziges Foto, um Menschen zu identifizieren. Obwohl die Gesichtserkennung lediglich von Strafverfolgungsbehörden eingesetzt werden sollte, kommen immer wieder Fälle ans Licht, die das Gegenteil belegen. Sie zeigen, dass der App-Zugang eher locker gehandhabt wird.

Der Milliardär John Catsimatidis saß in einem New Yorker Restaurant, als er seine Tochter mit einem unbekannten, jungen Mann hereinkommen sah.

Neugierig darauf, mit wem sich die Tochter trifft, bat er einen Kellner, heimlich ein Foto des Paars zu machen. Das Foto lud er anschließend in die Gesichtserkennungs-App Clearview. Nach zwanzig Sekunden identifizierte sie den mysteriösen Begleiter als einen Investor aus San Francisco.

“Ich wollte sicher sein, dass er kein Scharlatan ist”, sagt Catsimatidis gegenüber der New York Times, die die Begebenheit aufdeckte.

Die Tochter und ihr Date bekamen nichts mit von der Spionageaktion und waren ihm später auch nicht böse, als sie davon erfuhren. “Ich erwarte, dass mein Vater verrückte Dinge tun kann. Er ist technisch sehr versiert”, sagt Tochter Andrea Catsimatidis.

Techkonzerne und Politiker demonstrieren

Die Clearview-App gleicht hochgeladene Fotos mit über drei Milliarden Bildern ab, die von einem automatisierten System von Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram heruntergeladen und analysiert werden. Eine Gesichts…

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