Chinesische Forscher haben einen Chip gebaut, der zwei konkurrierende KI-Architekturen vereint. Der soll eines Tages Super-KIs antreiben. Jetzt fährt er erst einmal Fahrrad.

Innerhalb der KI-Forschung gibt es aktuell zwei Varianten neuronaler Netze. Beide orientieren sich in Grundzügen an der Struktur des Gehirns, aber unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise deutlich.

Die heute weit verbreiteten künstlichen neuronalen Netze verarbeiten Eingaben mit Funktionen und leiten deren Ergebnisse Schicht für Schicht durch das Netzwerk. Jede Schicht enthält künstliche Neuronen, die das Ergebnis der vorgeschalteten Schichten verarbeiten, modifizieren und weiterleiten. Diese Technologie steht hinter nahezu allen aktuellen KI-Technologien wie dem Deep Learning.

Ein zweiter, stärker an der Neurowissenschaft orientierter Ansatz setzt auf sogenannte “Spikes”: Das sind kurze Aktivitätsausbrüche vieler vernetzter Neuronen. Diese Spikes vermitteln keine komplexen Variablen, sie enthalten einfache Binärinformationen: 1 oder 0. Wie biologische Neuronen übermitteln sie diese Informationen nur, wenn ihre Reizschwelle überschritten ist – das passiert, wenn viele Neuronen gleichzeitig Impulse empfangen. Dass die Neuronen nur aktiv werden, wenn sie unbedingt benötigt werden, spart vor allem Energie.

Näher am Gehirn, näher an der Super-KI?

Diese gepulsten neuronalen Netze („Spiking Neural Network“ – SNN) gelten als Kandidat für die grundlegende Architektur zukünftiger Super-KIs. Da sie näher dran sind an der Funktionsweise des menschlichen Gehirns als neuronale Netze, sollen sie das Gehirn besser simulieren und eines Tages übertreffen können.

Forscher aus China haben nun erstmals diese zwei…

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