Boston Dynamics macht ernst mit Alltagsrobotern. Die Vorhut bildet der Robohund Spot.

Seit Sommer 2019 verkauft Boston Dynamics die ersten Einheiten des Hunderoboters Spot. Rund 1.000 sollen im ersten Jahr verkauft werden, circa 100 sind laut Boston Dynamics bereits im Einsatz.

Der Roboter patrouilliert zum Beispiel mit Kameras ausgestattet auf Baustellen, soll in der Logistik beim Warentransport unterstützen oder öffnet der Polizei Türen mit einem optionalen Rückenarm.

Die US-Polizei testet Spot Mini von Boston Dynamics. Bürgerrechtler fordern Aufklärung.

Die US-Polizei testet Spot Mini als Türenöffner auf Distanz. Ähnlichkeiten zu einer Black-Mirror-Dystopie sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Bild: MA State Police

Die neue strategische Ausrichtung vom Forschungsunternehmen hin zum Marktteilnehmer sorgt für strukturelle Veränderung bei Boston Dynamics: Firmengründer und bisheriger CEO Marc Raibert wird neuer Vorsitzender. Er soll sich um die langfristige Unternehmensstrategie kümmern.

Der bisherige Chief Operating Officer Rob Playter übernimmt die Rolle des Geschäftsführers. Er soll zusätzlich “spezielle Programme” betreuen, die Boston Dynamics in den kommenden Monaten vorstellen will.

Robohund Spot kommt bei Entwicklern und im Alltag an

Bei der Weiterentwicklung der “Mobilitätsplattform” Spot setzt Boston Dynamics auf die kollektive Kraft der Entwicklerszene: Die Programmierschnittstelle für den Robohund ist ab sofort als Open Source bei Github verfügbar. Um den Code auszuführen, benötigt man freilich einen Spot, den man hier leasen kann.

Der Youtuber, Ingenieur und Bastler Adam Savage testet ein Jahr lang die Fähigkeiten von Spot. Bild: Tested / Savage (Screenshot bei YouTube)

Der YouTuber, Ingenieur und Bastler Adam Savage testet ein Jahr lang die Fähigkeiten von Spot. Bild: Tested / Savage (Screenshot bei YouTube)

Boston Dynamics kündigt außerdem die erste eigene Robo-Entwicklerkonferenz “Actuate” an, die am 12. und 13. Mai in Boston, Massachusetts stattfindet. Sie soll jährlich wiederholt werden und bietet Präsentationen aus der Industrie, Workshops und Gelegenheit zum Netzwerken.

Die Konferenz ist 2020 für Spot-Betreiber und -Entwickler gedacht. Zugang gibt es daher nur gegen Einladung.

PR-Stunt: Adam Savage testet ein Jahr lang Spot

Um Entwicklern Lust zu machen auf die Robo-Programmierung, und um die vielfältigen Möglichkeiten von Spot zu demonstrieren, spannte Boston Dynamics den bekannten YouTuber Adam Savage vom Kanal “Tested” ein.

Savage wird Spot ein Jahr lang testen und mit neuer Soft- und Hardware erweitern. Der YouTuber und andere Entwickler könnten eigene Methoden finden, den Roboter zu kontrollieren, seine Sensordaten auszuwerten und seine Möglichkeiten zu erweitern, so Boston Dynamics.

In seinem ersten Video testet Savage die grundlegenden Fähigkeiten von Spot in der freien Wildbahn. Eine interessante und erwartbare Beobachtung: Obwohl Spot nur eine ferngesteuerte Maschine ist – wie eine Drohne auf vier Beinen – redet Savage mit dem Roboter wie mit einem Hund.

Quellen: The Verge, Boston Dynamics

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